Verwaltungsgericht: Radrennen „Bremen-Challenge“ findet nicht statt

Späte Überraschung

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Das Amateur-Radrennen „Bremen-Challenge“ lockte im vergangenen Jahre viele Sportler und Zuschauer an. In diesem Jahr könnte die Neuauflage ausfallen – das Bremer Verwaltungsgericht hat die Entscheidung des Stadtamts vorläufig bestätigt, nach der dem Veranstalter keine Erlaubnis zur Durchführung des Radrennens erteilt wurde. Archivfoto: Reineking

Bremen - Von Ralf Sussek. Gibt es in diesem Jahr keine „Bremen-Challenge“? Die Fünfte Kammer des Verwaltungsgerichts Bremen jedenfalls hat mit Beschluss vom 30. Juli den Eilantrag des Veranstalters des innerstädtischen Amateur-Radrennens auf vorläufige Erteilung der Erlaubnis abgelehnt.

Die für den 16. August geplante Veranstaltung könnte nur stattfinden, wenn Veranstalter Jens Heeren gegen die Entscheidung Beschwerde zum Oberverwaltungsgericht Bremen (OVG) einlegt. Genau das hat Heeren gestern im Gespräch mit dieser Zeitung für Dienstag angekündigt. Schließlich liegen ihm schon rund 600 Meldungen vor. Im vergangenen Jahr waren es am Veranstaltungstag selbst knapp 1000 gewesen.

Die drei Richterinnen entschieden, dass die Stadtgemeinde Bremen die Erteilung der Erlaubnis zu Recht abgelehnt hat. Sie habe dabei ihr Ermessen nicht falsch ausgeübt. Die Richter folgten dem Vorbringen der Stadtgemeinde, nach dem der Veranstalter der „Bremen-Challenge“ in den vergangenen Jahren gegen Auflagen verstoßen hat. So soll die Beschilderung für Absperrungen und Umleitungen nicht ausreichend und die Einrichtung von Halteverboten fehlerhaft gewesen sein. Außerdem habe der Veranstalter nicht genügend Ordnungskräfte eingesetzt und die Veranstaltung 2012 für einen Tag ohne die erforderliche Erlaubnis durchgeführt.

Heeren wurde von der versagten Erlaubnis überrascht. Etwa Mitte Juni, acht Monate nach Antragstellung, erhielt er von der Stadtgemeinde die ablehnende Entscheidung. Reichlich spät, findet Heeren, zumal die Versagung nur mit einer Rückschau auf die Vergangenheit erfolgte.

Dass es ein paar Schwierigkeiten gab, räumte er im Gespräch ein. „Bei solchen Veranstaltungen klappt immer einmal etwas nicht.“ Ein Teilnehmer oder ein Dritter sei aber nie zu Schaden gekommen, sagte Heeren. Das Verwaltungsgericht berücksichtigte diesen Aspekt in seiner Entscheidung nicht. In ihrem Beschluss hatten die Richterinnen noch zwischen den „erhebliche(n) wirtschaftliche(n) Einbußen“ für den Veranstalter und dem „zu schützenden hochrangigen Rechtsgut(es) der öffentlichen Verkehrssicherheit“ abgewogen und der Verkehrssicherheit den Vorzug gegeben.

Das Gericht billigte Heeren auch keinen sogenannten Vertrauensschutz zu. Er habe nicht von einer Erlaubniserteilung für 2015 ausgehen dürfen – weil die Stadtgemeinde nach den Veranstaltungen auf die aus ihrer Sicht vorliegenden Verstöße hingewiesen habe. Die Kammer äußerte sich aber nicht dazu, dass diese Mängel in den folgenden Jahren zum Teil abgestellt wurden und eine neue Streckenführung und weitere sicherheitsrelevante Änderungen geplant waren.

Im Übrigen: Eine Nachbesprechung gab es im vergangenen Jahr nicht, stellte Heeren gestern klar. Seinen Angaben zufolge wurde der eigens eingesetzte Vertrauensmann, der Ansprechpartner für Polizei und Amt für Straßen und Verkehr (ASV) sein sollte, von den Behörden nach der Antragstellung für 2015 nicht einmal kontaktiert.

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