Mehr Informationen und „bessere Anschlusssicherung“ zwischen Bus und Bahn

Auf Verspätungen reagieren

Zwei Männer und ihre Unterschriften: Michael Hahn, Vorstand DB Regiobus (l.), und Michael Frankenberg, geschäftsführender Gesellschafter der Hacon. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Die Deutsche Bahn will ihren Regionalbusverkehr zuverlässiger fahren lassen. Ein neues System soll die Anschlüsse zwischen Bus und Bahn verbessern. Ein entsprechender Vertrag wurde gestern bei der Weser-Ems-Busverkehr GmbH in Bremen unterschrieben.

Vertragspartner sind die Regiobusgesellschaft der Deutschen Bahn und die Hannoveraner Hacon Ingenieurgesellschaft, die das System herstellt. Es heißt „RBL Light“, wobei die Abkürzung für „rechnergestütztes Betriebsleitsystem“ steht.

Keine Sorge – es sitzen nach wie vor Fahrer in den Bussen. Aber die sind jetzt genauer informiert. Denn RBL erfasst Busbewegungen und gibt diese Informationen natürlich auch weiter. Das System bestimmt die exakte Position eines Busses per GPS und sendet die Information an einen Server. Verspätungen zum Beispiel werden auf diese Weise früh erkannt.

DB-Regiobus-Vorstand Michael Hahn sprach gestern in Bremen von „einem der größten RBL-Systeme Europas“. Bis zum Jahr 2014, so die Ankündigung, wollen die Busgesellschaften der Deutschen Bahn schrittweise den Großteil ihrer Flotte mit „RBL Light“ ausrüsten – von 4 000 Bussen war die Rede. Bei Weser-Ems-Bus geht es nun los.

Die Disponenten, die bei den Busgesellschaften für den Betriebsablauf verantwortlich sind, geben die RBL-Information ins Internet ein. In den Bussen kommen die Informationen über ein Smartphone beim Fahrer, über den Bordrechner oder über Telefon-„Apps“ gleich direkt bei den Fahrgästen an. Weitere Informationswege sind die Fahrgast-Infotafeln und Haltestellenansagen. Für viele Haltestellen auf dem Land, an denen es keine elektronischen Informationen gibt, gilt die Auskunft per „App“ als Quantensprung. Kommt der Bus noch oder ist er schon weg? Fahrgäste mit Smartphone haben da einen echten Vorteil.

Bei Verspätungen der Bahn oder von Zubringerbussen, so das Ziel, werden die Anschlussbusse informiert. Die Anschlussbusse können dem Zubringer auch melden, ob sie die Verspätungszeit abwarten – wichtige Informationen für die Fahrgäste.

„Es geht darum, Fahrplaninformationen zum Kunden zu bringen“, sagte Michael Frankenberg, geschäftsführender Gesellschafter der Hacon. Einen weiteren Grund für die Einführung des neuen Systems nannte Michael Hahn. Noch machen Schüler 70 Prozent der Fahrgäste in den Bussen der Bahn aus. Doch die Schülerzahlen sinken. Hahn verwies auf den demographischen Wandel: „Wir rechnen mit 20 bis 25 Prozent Rückgang in den nächsten Jahren.“ Vor diesem Hintergrund geht es den Bahn-Strategen auch darum, andere Kundengruppen anzusprechen und zu binden – über Service.

http://www.deutschebahn.com

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