„H.-J. Kratschke“ bekommt neuen Anstrich

Verschwundenes Schiff

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Beim „Tag der Seenotretter“ eine Attraktion, die gern besucht wird – das Museumsschiff „H.-J. Kratschke“ (Hintergrund) auf dem DGzRS-Areal an der Werderstraße (Neustadt). ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj · Maritimes: Da war doch was? Normalerweise steht doch auf dem Areal der Seenotretterzentrale an der Werderstraße ein Schiff – von der Weser und von der Altstadtseite aus sehr gut zu sehen. Nicht zuletzt eine so symbolträchtige wie markante Form der Werbung für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die ihre Arbeit allein aus Zuwendungen finanziert.

Gegenwärtig aber sieht der Betrachter: nichts.

Das Schiff – es handelt sich um den ausgemusterten Seenotkreuzer „H.-J. Kratschke“ – ist verschwunden. Aber nicht gesunken! „Wir haben es in unsere Reparaturhalle geschoben“, sagte DGzRS-Sprecher Christian Stipeldey auf Anfrage. Das Museumsschiff bekommt einen neuen Anstrich. Rechtzeitig zum „Tag der Seenotretter“ aber soll die „H.-J. Kratschke“ wieder an ihrem gewohnten Platz sein, so Stipeldey weiter.

Gefeiert wird der „Tag der Seenotretter“ am Sonntag, 29. Juli. Die DGzRS-Zentrale an der Werderstraße öffnet an diesem Tag von 10 bis 16 Uhr. Der Schiffsmodellclub (SMC) Bremen ist mit Modellen und Wasserbecken dabei, es geht um das Thema „Seenotrettung auf Briefmarken“, es gibt einen Basar. Weitere Programmpunkte und Attraktionen: Fahrsimulator und Kino, Kartonmodellbau und Knotenschule. In einem Vortrag geht es um das Thema „Titanic – Mythos und Realität“ (13 Uhr). Musik macht die Band „Women in Rock“ – mit einer Zeitreise durch die vergangenen vier Jahrzehnte der Pop- und Rockmusik der Frauen (11.30 und 14 Uhr).

Die „H.-J. Kratschke“ war im Jahr 1969 bei Abeking & Rasmussen in Lemwerder gebaut worden – 18,90 Meter lang, bis zu 18 Knoten (gut 33 Kilometer pro Stunde) schnell. Stationiert war das aus der ersten Serie vollständig aus Aluminium gebauter Seenotkreuzer stammende Schiff zuletzt auf der DGzRS-Station Eiderdamm am Eidersperrwerk im schönen Schleswig-Holstein.

2003 wurde der Kreuzer außer Dienst gestellt – und kam nach Bremen, wo es ja auch sehr schön sein kann.

· Künstlerisches I: Bilder und Zeichnungen der Bremer Künstlerin Daniela Marschall zeigt die Sparkasse bis zum 27. Juli in ihren Räumen an der Schwachhauser Heerstraße 197.

„Ihre ab strakten Schwarz-Weiß-Kompositionen bringt sie mit Tusche oder Acrylfarbe, mit Pinsel oder Pigmentstift auf die Leinwand oder das Papier“, heißt es in einer Ausstellungsankündigung. Und weiter: „Unzählige Punkte und Striche schaffen flächige, festgefügte Partien, die von offenen, leeren Flächen ergänzt und von schwungvollen Linien und feinen Linienbündeln umrahmt werden. In ihren neuesten Arbeiten experimentiert sie mit dem gezielten Einsatz von Farbe.“

Von 2001 bis 2006 studierte Daniela Marschall, Jahrgang 1975, an der Hochschule für Künste bei Professor Peter Schaefer. 2007 machte sie ihren Meisterschülerabschluss. 2006 wurde sie mit dem Preis der Loge „Zum Silbernen Schlüssel“ ausgezeichnet.

· Künstlerisches II: „Fetting – Middendorf – Salomé – Zimmer: Werke aus der Sammlung Böckmann.“ Unter diesem Titel präsentiert Bremen – gemeinsam mit der Weserburg – in seiner Berliner Landesvertretung gegenwärtig Bilder der „Jungen Wilden“ (wir berichteten). Rainer Fetting, Helmut Middendorf, Salomé und Bernd Zimmer sorgten in den 80ern für Furore. Jetzt aber haben sie Pause. Es handelt sich um eine Zwangspause.

Die Bremer Ausstellung in Berlin ist von heute bis zum 20. August geschlossen. Die Bilder kommen ins Depot. Weil in Bremens Landesvertretung, wie es weiter hieß, der Fußboden „dringend“ überarbeitet werden muss. Wenn‘s wieder läuft mit (und auf) dem Fußboden, dann sollen auch die Bilder zurückkommen. Ab 21. August sind sie wieder zu sehen, hieß es im Haus von Staatsrätin und „Bremen-Botschafterin“ Eva Quante-Brandt.

http://www.landesvertretung.bremen.de

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