Das Bürogebäude „Newport“ in der Überseestadt zählt zu den Anziehungspunkten beim „Tag der Architektur“

Verschobene Balkone mit präziser Hülle

Das Bürogebäude „Newport“ stand gestern beim „Tag der Architektur“ im Blickpunkt.

Bremen - BREMEN n Die Überseestadt zieht die Menschen magisch an. Das wurde gestern beim „Tag der Architektur“ deutlich. Gut 150 Leute lotste der Bremer Architekt Hans Jürgen Hilmes am Nachmittag durch das Vorzeigeobjekt Speicher 1 und das neue Bürogebäude „Newport“ am Speicherhafen. Und auch die beiden Vormittagsführungen waren quasi ausgebucht.

Die Überseestadt in den alten Hafenreviere entwickelt sich immer mehr zum Stadtteil. „Das ist eine dynamische Entwicklung“, sagt Hilmes, „und für Architekten eine nahezu einmalige Situation.“ Das Architektenbüro Lamprecht-Hilmes knüpfte über die Umgestaltung des denkmalgeschützten Speichers 1 zu einem Vorzeigeobjekt mit Galerien, Agenturen und der Gaststätte „Hudson“ sowie mit „Loft-Atmosphäre“ Kontakt zu den Investoren Joachim Linnemann und Clemens Paul („Justus Grosse“). Und schon gab’s Folgeaufträge – für den Bau des Bürogebäudes „Port 2“, die Quartiergarage samt Aldi-Markt sowie das Bürogebäude „Newport“ direkt am Speicherhafen. Alles Neubauprojekte an der Wasserkante. Und eben dadurch „artikuliert das Gebäude seine architektonische Aussagekraft“. Großflächig verschobene Balkone und Verglasungen sowie die „präzise weiße Hülle“ geben dem „Newport“ seinen maritimen Charakter, sagt der Architekt. Das Bürogebäude verfügt über 7 400 Quadratmeter Brutto-Grundfläche und 35 Einheiten zwischen 50 und 880 Quadratmetern.

Die Überseestadt jedenfalls wächst immer weiter. Das vom Stararchitekten Helmut Jahn entworfene Hochhaus „Weser-Tower“ feierte jüngst Richtfest, für den „Landmark-Tower“ am anderen Ende der Überseestadt wurde einen Tag später der Grundstein gelegt. Und so werden auch in den kommenden Jahren Objekte aus dem neuen Stadtteil in den alten Hafenrevieren beim „Tag der Architektur“ präsentiert werden.

Gestern öffneten neben dem „Newport“ noch 20 andere Objekte in Bremen. Das neue Funkhaus von Radio Bremen zählte dazu, das Stephani-Parkhaus, der Jüdische Friedhof in Riensberg, der Alte Speicher in Vegesack. Eine bunte und breitgefächerte Mischung. Eine Jury hat die Bauwerke ausgewählt – insgesamt 116 in Bremen und Niedersachsen, denn beide Architektenkammern veranstalten den Architekturtag gemeinsam. „Wir wollen die Menschen darauf aufmerksam machen, welche außergewöhnlichen architektonischen Werke es gibt, auf die man sonst gar nicht so achtet“, sagte Ute Massberg von der Architektenkammer Niedersachsen.

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