Internationales Symposium in Bremen

Vernetzung und Verstrickung

Konferenzort: Himmelssaal in der Böttcherstraße – hier auf einem historischen Foto. ·
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Konferenzort: Himmelssaal in der Böttcherstraße – hier auf einem historischen Foto. ·

Bremen - Von Thomas KuzajIm Rahmen der Ausstellung „Graben für Germanien – Archäologie unterm Hakenkreuz“, die das Focke-Museum noch bis zum 8. September zeigt, beginnt heute eine internationale Tagung. Titel: „Vernetzt – Kulturwissenschaften und Kulturpolitik“.

Es geht um die Frage, wie sich Kulturwissenschaften und Kulturpolitik gegenseitig beeinflussen – und um die Frage, wie abhängig die Wissenschaft von der Politik ist. Vernetzung gilt allerorten als sinnvoll – kann das Netz aber auch eine Falle sein? Darum geht es heute und morgen im Focke-Museum und im Himmelssaal des Hauses Atlantis in der Böttcherstraße.

Zu dem Symposium eingeladen haben neben dem Focke-Museum die Kunstsammlungen Böttcherstraße und die Hochschule für Künste. „Die Beiträge der internationalen Referenten beschäftigten sich mit Themen wie Mythenbildung und Instrumentalisierung von Wissenschaft, der kulturpolitischen Einflussnahme von Institutionen und Organisationen und Wissenschaftlern im Dienst von Politik und Propaganda“, sagt eine Sprecherin des Focke-Museums. „Ein zweiter Teil konzentriert sich auf die Bremer Kulturinstitutionen im Nationalsozialismus.“

Unter dem Programmpunkt „Mythenbildung und Instrumentalisierung von Wissenschaft“ geht es beispielsweise um den „Sachsenhain bei Verden als Weihestätte und Erinnerungsort“. Im Themenbereich „Kulturpolitische Einflussnahme“ spricht unter anderem Susanne Voß vom Ägyptischen Museum Leipzig über „Die Abteilung Kairo des Deutschen Archäologischen Instituts während des ‚Dritten Reichs‘“.

Beim Thema „Verstrickt – Bremer Kulturinstitutionen unterm Hakenkreuz“ widmet sich Arie Hartog vom Gerhard-Marcks-Haus morgen im Himmelssaal unter dem Titel „Erste Hinweise auf ein Netzwerk“ dem Bildhauer Ernst Gorsemann (1886 bis 1960). Gorsemanns Wisent-Plastik im Rhododendronpark galt in der NS-Zeit als Symbol „germanischer Kraft und Reinheit“.

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