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Bremen: Projekte melden Vermarktungserfolge

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Von: Jörg Esser

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Das „Wallkontor“ steht kurz vor der Fertigstellung.
Die Fertigstellung ist für Anfang 2023 geplant: Jetzt hat das „Wallkontor“ mit der Reederei OOCL einen langfristigen Mieter an Land gezogen. © Esser

Es geht voran bei Bremer Projekten: Das „Wallkontor“ in der City steht kurz vor der Fertigstellung. Und im „Spurwerk“ am Neustadtsgüterbahhof entstehen erste Gewerbeeinheiten.

Bremen – Die Eröffnung naht. Zu Beginn des nächsten Jahres soll das „Wallkontor“ in der Bremer City fertiggestellt sein, etwas später als beim Richtfest vor einem Jahr angekündigt. Rund 3 400 Quadratmeter Bürofläche sind just vermietet worden. Investor Marco Bremermann (Müller & Bremermann) will mit dem Projekt „einen entscheidenden Beitrag zur Modernisierung und zur Belebung der Bremer City leisten“.

Erste Vermarktungserfolge werden auch am „Spurwerk“ auf dem Areal des ehemaligen Bremer Neustadtsgüterbahnhofs gemeldet. Auf der Industriebrache befinden sich unter anderem zwei Gewerbeeinheiten im Bau, die erste davon ist voll vermietet, heißt es. Eigentümer der Industriebrache ist die Unternehmensgruppe Peper & Söhne, die als Investor und Projektentwickler die Revitalisierung vorantreibt.

Bei beiden Projekten zieht das Bremer Immobilienberatungsunternehmen Robert C. Spies im Hintergrund die Fäden und bringt Mieter und Vermieter zusammen.

Zurück an den Wall: Das „Wallkontor“ hat Bremermann auf dem Platz der einstigen Brandruine des Kaufhauses „Harms am Wall“ hochgezogen. Das aus dem Jahr 1909 stammende dreiteilige Harms-Gebäude war am 6. Mai 2015 durch vorsätzliche Brandstiftung vernichtet worden. Es entstand ein Millionenschaden. Wer das Feuer an mehreren Stellen gleichzeitig gelegt hat, ist bis heute ungeklärt.

Bremermann investiert in den Neubau eine zweistellige Millionensumme. 7  500 Quadratmeter Mietfläche sollen auf sechs Etagen entstehen, davon 5 500 Quadratmeter Gewerbeflächen für Büros und Einzelhandel. Und davon hat die Reederei Orient Overseas Container Line (OOCL) jetzt rund 3 400 Quadratmeter im ersten bis fünften Obergeschoss angemietet. Das in Hongkong ansässige und börsennotierte Unternehmen wurde 1947 gegründet und zählt heute zu den weltweit größten Schifffahrts- und Logistikunternehmen. Mit mehr als 100 Schiffen und einem globalen Netzwerk aus mehr als 125 Büros bewegt die Reederei nach eignen Angaben jährlich rund 7,6 Millionen Standardcontainer (TEU). Die Reederei will im „Wallkontor“ alle Bereiche der Niederlassung in Deutschland zusammen mit den Zentralfunktionen für Nord- und Osteuropa unter einem Dach vereinen und die Geschäftsfelder Linienfahrt und Logistik weiter ausbauen, sagt Jan Schmahl, Leiter Nord- und Osteuropa der OOCL.

Seitenwechsel aufs linke Weserufer: Der Bremer Projektentwickler Peper & Söhne hat das neun Hektar große Gelände am Neustadtsgüterbahnhof 2018 gekauft. Und will aus dem einstigen „Schandfleck“ einen „innovativen Gewerbepark“ machen, ein „lebendiges Areal am Eingangstor zur Innenstadt“. Derzeit werden unter anderem zwei Gewerbeeinheiten bebaut. Und es gibt erste Mieter: Dazu zählen die Firmen Sto, nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Wärmedämm-Verbundsysteme, die Firma Würth, Hersteller für Befestigungstechnik, das traditionsreiche Bremer Unternehmen Suding & Soeken sowie ein deutschlandweit agierender Großhändler und Dienstleister für gewerbliche Kunden. Die vier Mieter haben sich eine Fläche von insgesamt 3 000 Quadratmetern gesichert, so eine Spies-Sprecherin. „Dass wir so erfolgreiche und renommierte Unternehmen von unserem ,Spurwerk‘-Konzept überzeugen konnten, spricht dafür, dass wir mit dieser Projektentwicklung den richtigen Nerv getroffen haben“, sagt Christoph Peper, geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Peper & Söhne. Die will auf dem Areal einen „urbanen gewerblichen Nutzungsmix mit hochwertiger, optisch ansprechender, funktionaler und langlebiger Architektur“ planen, hieß es im November 2021 bei einer Baustellenparty. Die Gesamtinvestitionssumme wird auf 200 Millionen Euro geschätzt.

Von Jörg Esser

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