Wirtschaftsressort: Für Zwischennutzung offen

Verlängerung für die Galopprennbahn?

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Vor einem Jahr gewann „Moonshiner“ das Rennen „SWB-Derby-Trial“. Morgen kämpfen auf der Bremer Galopprennbahn sieben Pferde um den Sieg in der letzten Derbyvorprüfung. Der Renntag ist der vorerst letzte in der Vahr. Treibt der Rennverein Geld für den Betrieb auf, ist eine Zwischennutzung möglich.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke und Martin Kowalewski. Sonntag, findet auf der Galopprennbahn in der Vahr der SWB-Familientag statt. Gegen 18 Uhr startet das „Auf-Wiedersehen“-Rennen, das achte und letzte Rennen des Tages. Möglicherweise trägt es diesen Namen zu Recht. Vertreter der Stadt Bremen haben in dieser Woche bei einer Sitzung des Planungsausschusses zur Bebauung der Rennbahn eindeutig geäußert, dass sie sich eine Zwischennutzung der Anlage durch den Bremer Rennverein für die nächsten Jahre vorstellen können, teilte der Bremer Rennverein mit. Zeitnah soll es Verhandlungen geben, heißt es. Eigentlich sollte morgen Schluss sein.

„Wir haben dazu nur vage Informationen“, sagte Frank Lenk, Pressesprecher des Rennvereins. „Gespräche dazu müssen erst noch nachgeholt werden.“ Offiziell sei man von Seiten der Verwaltung und Politik aber noch nicht an ihn herangetreten. Er sei „vorsichtig zuversichtlich“. Bei den Rennen gehe es auch immer um Geld, so Lenk. Soll heißen: Der Verein muss auch genug Geld zusammenbekommen, um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Realistisch ist für Lenk eine Zwischennutzung von zwei Jahren. Sicher sei, dass in diesem Jahr keine weiteren Termine mehr anstehen. „Wir wünschen uns, dass die 160-jährige Tradition des Bremer Rennvereins an diesem Sonntag nicht endet“, sagte Rennvereinspräsidentin Tonya Rogge zu diesem Thema.

Golf-Range ist der entscheidende Faktor für die Planungen

Auf Nachfrage bestätigte Tim Cordßen, Sprecher des Wirtschaftsressorts, am Freitag, dass Bremen einer Zwischennutzung offen gegenüber stehe, so lange das Areal nicht gebraucht werde. Die Stadt hat den Vertrag mit dem Rennverein zum Ende des Jahres gekündigt. Auf dem 45 Hektar große Gelände zwischen Vahr und Sebaldsbrück sollen mehr als 1000 Wohnungen entstehen – wie sich Bremen selbst auferlegt hat, mit einer Sozialwohnungsquote von 25 Prozent. Sozusagen in der Luft hängt noch der Pachtvertrag mit der Golf-Range, die das Grün in der Mitte der Bahn nutzt. Der Vertrag läuft noch etwa 15 Jahre. Bevor das Thema nicht geklärt ist, wird es schwierig mit dem Wohnungsbau. „Wir sind in guten Gesprächen“, sagte Cordßen zum Thema Golf-Range.

Aber zunächst steht der vorerst letzte Renntag an. Höhepunkt ist das mit 25.000 Euro dotierte Listenrennen „SWB-Derby-Trial (Consul-Bayeff-Rennen)“. Sieben Pferde treten an, fünf besitzen eine Derbynennung, darunter die Favoriten „Fulminato“ (Trainer Andreas Suborics), „Instigator“ (Trainer Jean-Pierre Carvalho) und „Nerud“ (Trainer Andreas Wöhler).

Als „bedeutendes sportliches Event“ wird ein weiterer SWB-Preis angekündigt. „Baby Love“ aus der Zucht von Rennvereinspräsidentin Tonya Rogge gilt hier eine mögliche Favoritin. Eine Außenseiterin, aber nicht ohne Chancen, ist die von Pavel Vovcenko trainierte „Miss Sommerroh“ aus Mahndorf.

Weiter geht's mit einem Rennen, bei dem voraussichtlich 14 Pferde an den Start gehen. Bei der Viererwette ist eine Garantieauszahlung von 10.000 Euro angekündigt. Der von Günter Lentz trainierte „Quibdo“ aus Mahndorf wird hier als Außenseiter mit Chancen gehandelt, da sein Bruder „Quijano“ ein Weltklassepferd war.

In der „Idee Kaffee Trophy“ geht es für neun Pferde über die Sprünge. Der 14 Jahre alte „Nuevo Leon“ gilt laut Rennverein als Favorit. Championtrainer Pavel Vovcenko hofft auf „Geladi“ und „North Point“, wie es heißt. Der Renntag beginnt um 13 Uhr.

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