Textilkette zieht in früheres Brinkmann-Haus

Bremer Innenstadt: C&A verkleinert sich

Die Modekette „Zara“ hat das frühere Brinkmann-Haus an der Obernstraße 82 verlassen.
+
Die Modekette „Zara“ hat das frühere Brinkmann-Haus an der Obernstraße 82 verlassen.

Bremen – Und wieder ein tiefer Einschnitt für die Bremer Innenstadt: C&A verkleinert sich und verlässt im Lauf des Jahres den Hanseatenhof. Das teilte die Textilkette jetzt mit. Dem Hanseatenhof droht damit gähnende Leere.

Die Bistro-„Alex“-Filiale hatte dort schon zum Jahresende geschlossen. Der Umbau des angrenzenden Lloyd-Hofs zieht sich hin. Zur anderen Seite hat Galeria Kaufhof dichtgemacht. Und in der Lloyd-Passage erinnert auch nur noch manches, aber nicht mehr alles an bessere Tage.

Voraussichtlich im vierten Quartal – also zum Weihnachtsgeschäft – zieht C&A in das frühere Brinkmann-Haus an der Obernstraße 82. Dort war zuletzt das spanische Modeunternehmen „Zara“ zu finden. Nun sind die Räume leer, der „Zara“-Schriftzug ist bereits von der Fassade verschwunden.

Textilkette kommt mit weniger Fläche aus

C&A verkleinert sich durch den Umzug in der Bremer Innenstadt auf eine Fläche von etwa 3 500 Quadratmetern. Das Unternehmen „optimiere“ sich „mit Blick auf Lage, Zuschnitt und Größe der Mietflächen“, heißt es in einer Mitteilung. „Mit der Umsetzung unseres neuesten Filialkonzeptes, das am Standort Berlin-Ku‘damm bereits sehr erfolgreich realisiert wurde, reagieren wir gezielt auf die Wünsche unserer Kunden in Bezug auf Einkaufserlebnis, Filialgröße und Nachhaltigkeit“, wird zudem Sven Ackermann, Leiter des deutschen Immobilienbereichs bei C&A, zitiert.

Die Textilkette C&A will den Hanseatenhof verlassen und in die Obernstraße 82 ziehen.

„Zara“ war im April 2014 mit seiner damals 73. Filiale in die Bremer Innenstadt gekommen. Bremen empfing das spanische Unternehmen mit offenen Armen, das neue Geschäft im früheren Brinkmann-Haus galt als Aufwertung. „Das stärkt unsere Innenstadt und die Obernstraße bekommt neuen Schwung“, so die City-Initiative damals. Worte aus einer anderen Zeit.

Schakinnis baut Spiegelzelttheater ab

Heute ist der alte Schwung dahin, die Innenstadt ist zu einem Standort mit großen Schwierigkeiten geworden. Apropos – auf Standortsuche ist auch der Theatermann Knut Schakinnis (Theaterschiff, Komödie Bremen im Packhaus). Nicht für seine Häuser allerdings, sondern für sein Zelt. Wie berichtet, wollte er die Pandemiefolgen mit einem Spiegelzelttheater auf der Bürgerweide abfangen – mit einem Weihnachts- und Winterprogramm und ausreichend Abstand.

Dann kam der neue Lockdown, es wurde nichts aus dem Spielbetrieb. Das aus Belgien importierte und in Bremen nie eröffnete nostalgische Spiegelzelttheater ist am Dienstag nun wieder abgebaut worden. Schakinnis würde es aber gerne auch wieder aufbauen, weil die Buchungszahlen „so erfreulich“ gewesen seien: Im nächsten Winter, um dann die beiden eigentlich für diese Saison produzierten Inszenierungen zu zeigen. Und obendrein auch noch für bremische „Sommerfestspiele“.

Für beide Zeiträume sucht er allerdings noch nach einem geeigneten Standplatz. Die Bürgerweide könne er im nächsten Winter nicht wieder bekommen, sagte ein Theatersprecher.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Weihnachtsmarkt Bremen: „Bei 2G plus können wir dicht machen“

Weihnachtsmarkt Bremen: „Bei 2G plus können wir dicht machen“

Weihnachtsmarkt Bremen: „Bei 2G plus können wir dicht machen“
Polizei Bremen schließt Bars und Discos

Polizei Bremen schließt Bars und Discos

Polizei Bremen schließt Bars und Discos
Bremen wechselt in den Lockdown für Ungeimpfte

Bremen wechselt in den Lockdown für Ungeimpfte

Bremen wechselt in den Lockdown für Ungeimpfte
Booster-Impfungen in Bremen: Hier gibt‘s den Termin zum Corona-Schutz

Booster-Impfungen in Bremen: Hier gibt‘s den Termin zum Corona-Schutz

Booster-Impfungen in Bremen: Hier gibt‘s den Termin zum Corona-Schutz

Kommentare