Beide Opfer der Verbrechen im Streit erstochen / Zweifel an Notwehrsituation im Autohaus

Verdächtige legen Geständnis ab

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke · Schnelle Aufklärung der beiden Tötungsdelikte, die die Ermittler in der Nacht zu Mittwoch  in Atem gehalten hatten: Die beiden Verdächtigen haben gestanden. Das bestätigte Staatsanwalt Uwe Picard. In beiden Fällen sollen die Opfer bei einem Streit erstochen worden sein.

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Schlaflose Nacht für Ermittler

Das erste Opfer, eine 51 Jahre alte Frau, starb am Dienstagnachmittag in seiner Wohnung in Horn. Schnell geriet eine 45-jährige Bekannte ins Blickfeld der Ermitller. Sie hatte, so die Staatsanwaltschaft, etwa eine Stunde, nachdem Nachbarn das Opfer noch gesehen hatten, die Rettungskräfte informiert. Diese konnten der 51-Jährigen nicht mehr helfen.

Laut Picard räumte die drogenabhängige Bekannte, die ein paar Straßen weiter zu Hause ist, ein, die Bremerin mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Vorausgegangen sei ein heftiger Streit. In dessen Verlauf habe sie in der Wohnung ihrer Bekannten nach einem Messer gegriffen und auf sie eingestochen. Die Verdächtige sitzt in Haft.

Noch während der Spurensuche am Dienstagabend in der Wohnung lief der nächste Notruf ein. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hatten gegen 2.30 Uhr in einem Autohaus in der Vahr die Leiche eines 23 Jahre alten Angestellten entdeckt. Seine Freundin und seine Eltern hatten den jungen Mann vermisst und schließlich die Polizei alarmiert. Und eben diese Freundin des Opfers soll Ausgangspunkt eines Streits zwischen dem 23-Jährigen und einem 28 Jahre alten Kollegen gewesen sein. Das zumindest, so Picard, gab dieser bei der Vernehmung an. An seinen weiteren Ausführungen haben die Ermittler allerdings Zweifel. So soll der 23-Jährige ein Messer gehabt haben, das der Kollege ihm bei der Auseinandersetzung entwunden haben will. Aus Notwehr habe er dann zugestochen. Mehrere Stiche töteten den jungen Mann, ergab die Obduktion. Die Notwehrsituation halten Polizei und Staatsanwaltschaft für konstruiert. Fest steht den Angaben zufolge, dass der 28-Jährige den Kollegen im Autohaus liegenließ und sich vom Tatort entfernte. Als er morgens zur Arbeit erschien, wurde er festgenommen. Grund: eindeutige Spuren am Tatort.

Seit Dezember kam es in Bremen bereits mehrfach zu Tötungsdelikten. Zunächst erstach ein 21-Jähriger seine ehemalige Lehrerin, im Januar ein 41-Jähriger zwei Frauen, denen er zu einem Haus gefolgt war. Der Mann wurde nach der Tat in die Psychiatrie eingewiesen. Im Februar erschoss ein 26-Jähriger seine Ex-Freundin und sich selbst.

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