Vegesacker Museum kooperiert mit Schule

„Overbeck-Klasse“

Von Thomas Kuzaj. Kunst: Die Filmemacherin Agnes Kondering hat schon manch einer Persönlichkeit aus Bremen-Nord einen Film gewidmet. Nun hat sie – wie berichtet – einen Film über Gertrud Overbeck gedreht, die Gründerin des Overbeck-Museums. Der Film wurde mit großem Erfolg gezeigt. Nach drei ausverkauften Vorstellungen gibt es nun einen neuen Bremer Termin, wie Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi berichtet.

Kunst: Die Filmemacherin Agnes Kondering hat schon manch einer Persönlichkeit aus Bremen-Nord einen Film gewidmet. Nun hat sie – wie berichtet – einen Film über Gertrud Overbeck gedreht, die Gründerin des Overbeck-Museums. Der Film wurde mit großem Erfolg gezeigt. Nach drei ausverkauften Vorstellungen gibt es nun einen neuen Bremer Termin, wie Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi berichtet.

Fritz Overbeck (1869 bis 1909) gehörte zu den fünf Gründungsvätern der Künstlerkolonie Worpswede. 1905 verließ er Worpswede, um sich mit seiner Familie in Bröcken bei Vegesack niederzulassen. Im Alten Packhaus an der Alten Hafenstraße ist ihm und seiner Frau, der Malerin Hermine Overbeck-Rohte (1869 bis 1937), seit 1990 das Museum gewidmet.

Die Geschichte der Gründung

In dem einstündigen Film beleuchtet Kondering die Beweggründe der Malerenkelin, eine dauerhafte Ausstellungsstätte für die Gemälde ihrer Großeltern zu schaffen. Zudem erzählt sie die Geschichte des Overbeck-Museums von seiner Gründung bis heute. „Neben Rückblicken in die Vergangenheit gibt der Film damit zugleich Einblick in den höchst lebendigen Museumsalltag in der Gegenwart“, so Pourshirazi.

Die nächste Vorstellung des Films in Bremen folgt nun am Mittwoch, 2. März, um 18 Uhr im Gustav-Heinemann-Bürgerhaus (Kirchheide 49, Vegesack). Einlass: 17.30 Uhr (begrenzte Platzzahl; Kartenvorverkauf in der Cafeteria des Bürgerhauses).

Das Overbeck-Museum meldet zudem eine neue Kooperation. „Schule und Museum gehören zusammen“, sagt Museumsleiterin Pourshirazi. Und so schließt ihr Haus nun erstmals eine feste Kooperation mit einer Schule – mit der nahegelegenen Grundschule Alt-Aumund nämlich.

Am Freitag, 4. März, kommen Schulleiterin Heike Ahrens und die Klasse 3b zur feierlichen Vertragsunterzeichnung ins Museum. Inmitten der Gemälde wird dann besiegelt, dass von nun an jede Klasse im Verlauf ihrer Grundschulzeit mindestens viermal das Overbeck-Museum besuchen wird. Außerdem wird es eine „Overbeck-Klasse“ geben, die das Thema „Kunst und Museum“ vertiefen und gemeinsam mit dem Museum Projekte organisieren soll.

Jazz: Im Rahmen seiner Deutschland-Tournee präsentiert das „Ed Kröger Quintett“ im März an gleich zwei Abenden sein Programm „Interplay“ in Bremen. Im Club „Moments“ (Vor dem Steintor 65) treten die Musiker am Mittwoch, 2. März, um 20.30 Uhr auf. Um die gleiche Uhrzeit beginnt ihr Konzert am Donnerstag, 3. März, bei „Gerken“ (Feldstraße 77). Der Eintritt kostet jeweils zehn Euro.

Spritzende Wellen, Wind in den Haaren

Klassik: „Das junge ‚Vision String Quartet‘ unternimmt das Wagnis, Streichquartette, die ja gewöhnlich viel Blickkontakt unter den Akteuren erfordern, in völliger Dunkelheit zu spielen.“ So kündigt eine Sprecherin des Sendesaals an der Bürgermeister-Spitta-Allee eine neue Ausgabe der Reihe „Konzert im Dunkeln“ an.

Jakob Encke (Violine), Daniel Stoll (Violine), Sander Stuart (Viola) und Leonard Disselhorst (Violoncello) spielen am Sonnabend, 12. März, unter anderem Werke von Barber, Schostakowitsch und Debussy. Schostakowitschs 8. Streichquartett etwa sei „eine Musik, die man als Zuhörer nicht intensiver erleben kann als mit geschlossenen Augen“, heißt es in einer Konzertvorschau des Ensembles.

Und weiter: „Das Konzert wird zur Schweigeminute. Dann die Befreiung, Debussys Streichquartett in G-Moll. Man spürt förmlich den Wind in den Haaren und die spritzenden Wellen um sich herum. Die Musik ist verklungen, der Raum erhellt sich langsam wieder.“ Eintritt: 20 Euro, ermäßigt zwölf Euro.

Anekdotisches und Nachdenkliches

Literatur: In der Reihe „Kultur auf dem Dach“, sprich: auf dem „Literatursofa“ der Stadtbibliothek Huchting (Alter Dorfweg, Roland-Center) nimmt am Montag, 29. Februar, wieder jemand Platz. Um 18.15 Uhr, um genau zu sein. Es handelt sich dabei um den Huchtinger Autor Hans Hermann Cordes, der aus seinen Büchern liest. Und zwar, so eine Bibliothekssprecherin, „Geschichten und Anekdoten, die zum Schmunzeln veranlassen, aber auch zum Nachdenken anregen sollen“. Der Eintritt ist frei.

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