GOP-Theater in der Überseestadt wirft einen Blick auf die Spielzeit 2020

„Varieté ist Wir-Gefühl“

Das finnische Trapez-Trio „Wise Fools“ zählt zum Ensemble der Produktion „Humorzone“, die vom 11. März bis 3. Mai im Bremer GOP-Theater in der Überseestadt zu sehen ist. Foto: GOP/FRANK WILDE

Bremen - Von Jörg Esser. Werner Buss ist sozusagen hin und weg. Der künstlerische Direktor der GOP-Entertainment-Gruppe mit ihren sieben Standorten in Deutschland schwärmt in Superlativen vom Programm der neuen Spielzeit im Bremer GOP-Theater in der Überseestadt. Sechs Produktionen stehen 2020 auf dem Spielplan. „Es wird ein tolles, volles und intensives Jahr“, sagt Buss.

Wow! „Varieté ist Wir-Gefühl“, sagt Buss. Und: „Wir spielen im neuen Jahr die gesamte Klaviatur dessen, was Varieté bietet.“ Für den Chef-Kreativen ist klar: „Das alles Entscheidende sind die Künstler.“ Und da hat das GOP hohe Qualität zu bieten, die „Crème de la Crème“ der Szene und „spannende“ Nachwuchsartisten. Die GOP-Gruppe sei nach dem „Cirque du Soleil“ der weltweit zweitgrößte Arbeitgeber für Artisten, sagt Buss. Übrigens: 2019 war für das GOP in Bremen „einer der erfolgreichsten Sommer“, sagt Theaterdirektor Philipp Peiniger. Und: Das Haus in der Überseestadt sei in der zu Ende gehenden Saison der erfolgreichste aller sieben Standorte.

Zurück in die Zukunft: Die beginnt im GOP am 17. Januar mit der Premiere des „hochsinnlichen, liebevollen und poetischen“ Stücks „Sombra“. Buss verspricht ein „Spiel aus Licht und Schatten“ mit „unglaublich schöner Musik“ und „außergewöhnlichem Lichtdesign“. Regie führt Niklas Hippler. Musikalischer Solist an der Gitarre ist Wolfgang Stute. Durch „Sombra“ erlange „das Spiel aus Schein und Sein, Gut und Böse, Licht und Schatten eine neue Dimension“, heißt es. Das Stück steht bis zum 8.  März auf dem Spielplan.

Weniger Poesie, dafür aber „jede Menge Spaß“ gibt es in der „Humorzone“, die für 11. März bis 3. Mai geplant ist. Das Bremer GOP-Theater sieht laut Buss das „große Finale“. Die Künstler der Show wollen einen „massiven Angriff auf die Lachmuskeln“ der Zuschauer starten, sorgen zugleich aber für „Akrobatik auf Weltniveau“. Regie in der „Humorzone“ führt Knut Gminder, die Fäden im zweistündigen Spiel hält das „Multitalent Chantall“ in der Hand. Mit dabei sind auch ein Puppenspieler aus Chile und finnische Trapez-Künstlerinnen, das Trio „Wise Fools“.

Im Frühsommer wird es schrill und wild. „Bing Bang“ (7. Mai bis 29. Juni) verspricht „Glitzer total“. Laut Buss gibt es auf der Bühne „schöne Verwicklungen, schöne Storys sowie tolle Musik der 60er und 70er Jahre“. So erklingen Nina Hagens „Du hast den Farbfilm vergessen“ und Hermann van Veens „Wenn ich mir was wünschen dürfte“. Regie führt das Comedy-Ass Anthony Venisse, ein in Kanada lebender Franzose.

„Undressed“ geht es in den Sommer. „Natürlich anziehend, nicht nackt“, wirft Buss ein. Es drehe sich alles um „das Echte, das Klare, das Pure“, um „coole Schönheit“. Das Circus-Theater „Bingo“ aus Kiew hat für das GOP die „Ode an die Wahrhaftigkeit“ inszeniert. Regie führen Irina German und Igor Protsenko. Das „unglaublich kraftvolle Programm“ steht vom 9. Juli bis 30. August auf dem Spielplan.

Im Herbst gibt es im GOP „was für die Augen und was aufs Ohr“, sagt der künstlerische Direktor. Mit „Elektro“ (Regie: Knut Gminder) steht ein „artistisches Konzert“ mit synthetischer Klassik-, Pop- und Jazzklängen vom 4. September bis 25. Oktober im Terminkalender. „Fabelhafte Artisten, Sänger, Tänzer und Musiker verwandeln Bewegung in Klänge. Melodien werden zu Bildern“, heißt es in der Vorschau. „In den zwei Stunden passiert unglaublich viel“, sagt Buss.

Zum Jahresausklang wird es dann wieder poetisch. „Der kleine Prinz auf Station  7“. Markus Papst und Pierre Caesar haben Antoine de Saint-Exupérys Buch in eine moderne Welt übertragen. Der Held von „Station 7“ heißt „Moritz“, ist Patient in einem Kinderhospiz. Ihm gelingt es, mit Mut und mit dem „kleinen Prinzen“ das Krankenhaus in einen Ort der Lebenslust zu verwandeln. Tim Flieger spielt „Moritz“. Das Stück läuft vom 29.  Oktober bis zum 3. Januar 2021.

Tickets 

Karten für das GOP-Varietétheater in der Überseestadt (Am Weser-Terminal 4) gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung. Übrigens: Die Silvester-Gala ist ausgebucht. Für die „Party Pur“am Silvesterabend ab 21 Uhr gibt es noch Resttickets.

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