Nächtliche Explosion / Keine Verletzten und „keine Gefahr“ / Polizei sucht Zeugen

Vahr: Sprengsatz an Auto befestigt

Spurensicherung am Morgen: Der durch die Explosion beschädigte VW Passat auf dem Parkplatz in der Wilseder-Berg-Straße. Der Sachschaden soll bei 8 000 Euro liegen. - Foto: Photoka

Bremen - Von Thomas Kuzaj. In der Vahr ist gestern gegen 1.30 Uhr ein Sprengsatz an einem Auto detoniert. Verletzt wurde niemand. Anwohner der Wilseder-Berg-Straße hatten der Polizei eine laute Explosion gemeldet. Schnell war klar, dass es sich nicht um einen technischen Defekt handelte. Sondern dass jemand einen Sprengsatz an dem VW Passat befestigt und zur Explosion gebracht hatte. Die Hintergründe der Tat sind allerdings noch unklar.

Jedenfalls in der Öffentlichkeit. „Wir machen heute keine Angaben mehr“, sagte Polizeisprecher Nils Matthiesen am Dienstagnachmittag. Es bestehe aber „keine Gefahr für die Bevölkerung“. Der Eigentümer des betroffenen Autos sei „keine Person des öffentlichen Lebens“. Für weitere Auskünfte sei ab Mittwoch die Staatsanwaltschaft zuständig.

Die Ermittlungen und Spurensicherungen an Tatort und Auto hatten noch in der Nacht begonnen. Im Tagesverlauf wurde der beschädigte VW Passat von der Polizei abgeschleppt. „Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt und die Polizei war mit Spezialkräften vor Ort. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen“, so Matthiesen. Die Polizei bittet Zeugen, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Nummer 0421/362-3888 zu melden.

Wegen des Polizeieinsatzes war die Wilseder-Berg-Straße (Nähe Galopprennbahn) gesperrt. Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) leitete die Busse der Linie 25 um. Ab 14 Uhr wurden die Haltestellen Müdener Straße/Wilseder-Berg-Straße und Stellichter Straße dann wieder angefahren.

In Bremen hatte es zuletzt verschiedene Brandanschläge auf Autos gegeben. In der Neustadt brannten im August allein fünf Wagen in einer Nacht. Die Polizei ermittelte damals wegen Brandstiftung. Im Juli hatten zwei Autos in Oberneuland gebrannt, im Juni ein Mazda und ein Opel-Transporter an der Salvador-Allende-Straße (Viertel). In der Vahr war nun ein einziges Auto betroffen und zudem mit einem Sprengsatz versehen worden, was darauf hindeutet, dass es sich um eine gezielte Aktion handeln könnte.

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