Chinesischer Nationalcircus gastiert mit neuer Show „Tao“ im Bremer Musicaltheater

Ursprünglich und spirituell

Handstand auf dem Kopf von Produzent Raoul Schoregge: Li Shuang.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke· Meditation, atemberaubende Artistik, temperamentvoller Tanz, Clownerie, Philosophie, Kraft, Freude und Zuversicht – das verspricht die neue Show „Tao“ des Chinesischen Nationalcircus. Zu Gast sind die Asiaten am 10./11. April im Bremer Musicaltheater.

Der Zirkus komplettiert mit seiner neuen Produktion nach „Buddha“ und „Konfuzius“ die Troika der drei wesentlichen spirituellen Säulen in der Geschichte Chinas. Auf den zweiten Teil mussten die Bremer kurzfristig wegen eines TV-Auftritts verzichten, doch mit „Tao“ meldet sich der Chinesische Nationalcircus eindrucksvoll an der Weser zurück.

Produzent Raoul Schoregge ist seit 1995 dabei, seit 2000 ist der Ostwestfale Produzent. Er weiß: „Jedes Jahr stellen wir eine komplett neue Show zusammen mit neuen Artisten.“ Und das seit 20 Jahren. Dieses Mal steht der Taoismus im Mittelpunkt. „Chinas Meister der Weisheit & Wunder“, lautet denn auch der Untertitel. Schoregge: „Der Weg des Tao ist ein spiritueller, der schwerlich allein durch Worte und Begriffe ausgedrückt werden kann. Deshalb ermöglichen es die akrobatisch erzählten taoistischen Weisheiten dem Publikum, vom Geschmack des ursprünglichen und spirituellen Chinas zu kosten.“

Taoismus sei eigentlich Philosophie, werde aber auch als eigene Religion angesehen. Tao sehe die Schönheit des Lebens und bringe sie zur Entfaltung.

34 Artisten wollen die Besucher in Bremen mit akrobatischen Spitzenleistungen beeindrucken und ihnen Einblicke in die Kultur Chinas bieten. Versprochen werden Zirkus, Theater und Unterhaltungskunst. Tanz, perfekte Turnkunst, meditative Kampfkunst und Poesie des klassischen Balletts sind den Angaben nach die Säulen der 120-minütigen Show.

16 Helfer hinter den Kulissen sorgen für einen reibungslosen Ablauf.

Als Höhepunkte gelten beispielsweise die Vasen-Jong-leure, die zehn Kilo schwere Töpfe auf ihren Köpfen balancieren. Schoregge: „Sie haben Hornhaut auf der Stirn.“ Bogenschützen schießen mit den Pfeilen Kerzen aus, und die erst 16-jährige Li Shuang präsentiert schier unglaubliche Handstandakrobatik. Gestern zeigte das zierliche Persönchen davon einige Kostproben.

„Im Mittelpunkt stehen im Chinesischen Nationalcircus der Körper und einfache Requisiten, wie die Töpfe eben“, sagt der Produzent. Die atemberaubende Technik beruhe auf drei Sparten: der Rundum-Ausbildung der Sechs- bis 16-Jährigen, der Bühnenreife im Alter der Artisten von 17 bis 35 Jahre sowie dem Abschnitt danach, in dem die Aktiven zu Lehrern werden. Schoregge: „Es wird mit Generationenvertrag gearbeitet.“

· Der Chinesische Nationalcircus gastiert am Sonnabend, 10. April, 20 Uhr, sowie am Sonntag, 11. April, 17 Uhr, im Bremer Musicaltheater. Karten für etwa 18 bis 37 Euro gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung sowie unter Telefon 0421/36 36 36.

WWW.

chinesischer-nationalcircus.com

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