Grundkonzept für das Baugebiet „Gartenstadt Werdersee“ steht fest

Urban trifft auf ländlich

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Zwischen Deich, Huckelrieder Friedhof und Habenhauser Landstraße soll ein neues Baugebiet mit mehr als 500 Wohnungen entstehen – die „Gartenstadt Werdersee“. · Visualisierung: De zwarte Hond, Köln

Bremen - Von Annika GrunertDie Werkstatt für das städtebauliche Leitbild der „Gartenstadt Werdersee“ liefert erste Ergebnisse. Das Planungsteam von „De zwarte Hond“ mit dem Freiraumplaner Johannes Böttger setzte sich mit seinem Entwurf gegen drei andere Teams durch. Bei der Sitzung der Beiräte Neustadt und Obervieland am Dienstagabend stellte Senatsbaudirektorin Iris Reuther das Grundkonzept vor.

Überzeugt hat die Idee aus mehreren Gründen, sagte Reuther. So sei die Grundüberlegung der Werkstatt, urbanes mit ländlichem Leben zu verbinden, in dem Konzept vorhanden. Auf der Fläche zwischen dem Huckelrieder Friedhof und dem Fellendsweg sollen unterschiedliche Gebäude typen wie Reihenhäuser und mehrgeschossige Häuser gebaut werden, verbunden mit viel Grün in Form von autofreien Zonen und Parkboulevards. Genauso bestach das Konzept mit offenen Wegverbindungen bis zum Deich sowie einem Anknüpfungspunkt an die Habenhauser Landstraße, unter anderem mit einer Kita.

Zusätzlich hat sich die Werkstatt, bei der sich die Ortsamtsleiter sowie Vertreter der Beiräte Neustadt und Obervieland beteiligten, für diesen Entwurf entschieden, „weil der Landschaftsraum stärker erkennbar ist und eine große Ein- und Ausfahrt geplant ist statt zwei“, so Reuther. Außerdem sei die Anbindung an den Fellendsweg stärker, und das Regenwasser könne an dem tiefsten Punkt sehr gut absickern.

Auch Bausenator Joachim Lohse (Grüne) war bei der Sitzung anwesend, um sich über die Bedenken der Anwohner zu informieren. Ein Teil der Wünsche werde berücksichtigt, sagten die Beiratsmitglieder. Aber es gab auch einiges zu bemängeln. Vor allem die Idee der mehrgeschossigen Gebäude kritisierten sowohl Beirat als auch Anwohner. Aussagen wie „Ein Hochhaus am Deich kann ich mir nicht vorstellen“ und „Ein sechsgeschossiges Gebäude passt nicht ins Wohnkonzept von Habenhausen und sollte es auch nicht“ trafen größtenteils auf Zustimmung. Die Senatsbaudirektorin entgegnete: „Wir brauchen mehrgeschossige Gebäude, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“ Schließlich gelte auch hier die 25-Prozent- Quote für Sozialwohnungen. „Es sollte eher von einem höheren Haus gesprochen werden statt von einem Hochhaus. Die Bäume des Friedhofs sind 25 Meter hoch, und höher werden die Häuser auf gar keinen Fall“, sagte Reuther.

Ein konkreter Bebauungsplan für das 17,4 Hektar große Gelände in Habenhausen soll im Frühjahr 2015 vorliegen. Lohse sagte, die genaue Anzahl der Wohnungen sei noch nicht endgültig geklärt. Bisher geht der Senator von 500 bis 550 Wohnungen aus. Das Grundkonzept wird nun weiter präzisiert. Die nächsten Ergebnisse sollen im Frühjahr in einer Ausstellung im Siemens-Hochhaus gezeigt werden.

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