Krimipreis geht an Simone Buchholz

Unkonventionell und schlüssig

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Große Töne. . . sehr große Töne. Im Weserpark wird heute, Sonnabend, ein „Walking Piano“ aufgebaut.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. In diesem Jahr vergibt Radio Bremen, wir erwähnten es, zum nunmehr 16. Mal den Bremer Krimipreis – und feiert dabei eine Premiere: Am Mittwoch, 13. September, wird die Auszeichnung erstmals im Theater Bremen (Goetheplatz) überreicht. An wen? Das hat die vierköpfige Jury am Freitag bekanntgegeben. Der Preis geht an Simone Buchholz, die Autorin der „Chastity-Riley“-Reihe.

Die 1972 in Hanau geborene und im Spessart aufgewachsene Journalistin und Schriftstellerin lebt seit Jahren in Hamburg. Dort lässt sie auch ihre Hauptfigur agieren, die ziemlich unkonventionelle Staatsanwältin Riley. Mit ihren Büchern um diese ungewöhnliche Ermittlerin hat Simone Buchholz seit Jahren Erfolg. Zuletzt ist im vergangenen Jahr der Band „Blaue Nacht“ erschienen. Simone Buchholz wurde mit dem „Deutschen Krimipreis“ und dem „Crime-Cologne-Award“ ausgezeichnet.

„Das Schreiben von Simone Buchholz ist von einem tiefen Verständnis für menschliches Handeln und seine Beweggründe geprägt und lässt die Leser miterleben, wie ihre Heldin Riley immer wieder an ihre Grenzen stößt und doch immer wieder Möglichkeiten findet, sie zu überwinden. Fast eine eigene Rolle spielt dabei die Nacht in Hamburg“, sagte Jutta Günther, Jurysprecherin und Koordinatorin des Krimipreises. Simone Buchholz ist die mittlerweile 17. Preisträgerin. Sie hat „die Jury mit wunderbaren Formulierungen, einer überzeugenden Ermittlerfigur, einer schlüssigen Krimihandlung und einer ganz eigenen Atmosphäre überzeugt“, hieß es weiter.

Preisübergabe zur „Großen Kriminacht“

Mit dem Krimipreis (2500 Euro) wird stets „ein qualitativ herausragendes Werk der deutschen oder internationalen Krimiliteratur“ ausgezeichnet. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Friedrich Ani, Veit Heinichen, Arne Dahl und Liza Marklund.

Der Preis wird im Rahmen „Großen Kriminacht“ übergeben. Mit der Nacht beginnt das 20. Bremer Krimifestival „Prime Time – Crime Time“, das dann bis zum 1. Oktober dauert.

Bei der „Kriminacht“ am 13. September sind neben der Preisträgerin auch der Krimiautor Volker Kutscher und die Bremer Krimiautorin Rose Gerdts-Schiffler mit von der Partie – beide sollen etwas zum Thema „Kriminalromane in der Großstadt“ sagen. Karten für die „Kriminacht“ kosten acht Euro und sind über das Theater Bremen zu haben. Hilke Theessen moderiert den Abend. Für Musik sorgt der Australier Nick Gibbs mit einer kriminellen Mischung aus Funk, Soul, Jazz und Reggae.

„Walking Piano“ im Weserpark

Apropos Musik. Im Film „Big“ machte Tom Hanks es vor: Auf einem großen Fußbodenklavier hüpfte er von einer Klaviertaste auf eine andere. Bei Berührung der einzelnen Tasten leuchteten diese nicht nur auf, sondern das Instrument erzeugte dabei wie ein ganz gewöhnliches Klavier auch Töne. Klingt ziemlich lustig. Heute, Sonnabend, kommt das „Walking Piano“ in den Weserpark nach Bremen.

Im Lichthof spielt der Musiker Dennis Volk alias „Mister Piano“ mit seinen Füßen Hits. Die Tänzerin Leslie Lynn begleitet ihn dabei. Auch Besucher dürfen das „Walking Piano“ ausprobieren, sagt eine Sprecherin des Weserparks. Die Live-Shows beginnen um 15, 16 und 17 Uhr.

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