Im Universum heißt es: „Mitmachen!“

Symbiose von Jung und Alt

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Alles Kopfsache: Die Seitenansichten von Köpfen sind vollgepackt mit hilfreichen Informationen. Man muss nur die kleinen Kästen herausziehen und sich überraschen lassen.

Bremen - Von Steffen Koller. „Chaot!“, „Spießer!“ oder „Früher war alles besser!“: Vorurteile zu Jung und Alt geistern seit langem durch unsere Gesellschaft. Doch dass der demographische Wandel auch etwas Gutes hat, man ihn nur kanalisieren muss und sich dadurch auch Chancen ergeben, will die neue interaktive Ausstellung „Ey, Alter – Du kannst Dich mal kennenlernen“ im Universum in Horn (Wiener Straße 1) verdeutlichen. Sie ist ab heute zu sehen.

Man kann sich entscheiden, welchen Eingang man wählt – entweder „jung“ oder „alt“. Das bleibt jedem selbst überlassen. Viele Menschen würden jetzt wohl sagen, es sei vorbestimmt, welche Pforte zur Ausstellung man betritt. Schließlich entscheide das biologische Alter über das Eingangstor. Doch ganz so einfach ist das nicht, verdeutlicht Björn Voigt, der zusammen mit Kollegen das Konzept zur Ausstellung entworfen hat. „Es ist eher eine ,Provokation‘, der Eingang soll Ballast abwerfen.“ Er ergänzt: „Es reicht mit der Negativbrille.“ Jeder solle sich selbst ein Bild machen, wie alt er wirklich ist – und oft, so versichert es Voigt – würden die Menschen erstaunt sein, was trotz des biologischen Alters noch alles möglich ist.

Die Ausstellung, die einerseits informiert, andererseits den Besucher aktiv werden lässt, wurde auf Initiative des Bremer Mercedes-Benz-Werkes entwickelt. Auch hier würden seit Jahrzehnten verschiedene Programme zur Verschmelzung von Altersgruppen im Berufsleben Anwendung finden, erklärt eine Konzernsprecherin. Wie viel die Firma für die knapp 500 Quadratmeter große Ausstellungsfläche samt Exponaten bezahlt hat, möchte sie nicht verraten.

Spätestens im Inneren der Ausstellung bringen Diagramme und Tabellen den statistischen „Jungen“ und „Alten“ dem Publikum näher. Doch neben all den hilfreichen Infos heißt es in erster Linie, selbst aktiv zu werden. An 20 Mitmachstationen dürfen Besucher unter anderem ihre Sprungkraft, Schnelligkeit, Stärke und Konzentrationsfähigkeit messen. Es gibt „Rezepte“ fürs Alter im sogenannten „Café Zukunft“. Und es geht darum, wie Fähigkeiten junger Leute mit der Erfahrung der älteren Semester eine Symbiose eingehen können.

Dazu bekommt jeder Besucher zu Beginn eine „Ey-Card“, die in jede Station gesteckt werden kann. Es werden Daten gesammelt und ausgewertet. Auf einer Urkunde sind neben gefühltem Alter, Erfahrungsjahren und Generationstyp Merkmale zum Teamtyp oder dem größten Potenzial vermerkt. Die Auswertung basiert, so sagt es Björn Voigt, auf einem wissenschaftlichen Programm der Jacobs-Universität. Voigt: „Demographischer Wandel ist kein Schicksal. Wir wollen den Spieß umdrehen.“

Die Ausstellung ist bis zum 31. März 2016 zu besichtigen.

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