„Venedig im Schnee“

Heiterer Abend mit Gesellschaftssatire im Union-Theater

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Torben Gille (v. l.) als Jean-Luc, Kirsche Hildebrecht (Nathalie), Jessica Coels (Patricia) und Ansgar Matuschak (Christophe) stehen in „Venedig im Schnee“ auf der Bühne.

Bremen - Von Viviane Reineking. Dieser Abend kann ja heiter werden! Und das gleich in doppeltem Sinne: Eine interessante Mischung aus Boulevardkomödie und Gesellschaftssatire verspricht das neue Stück „Venedig im Schnee“ des Union-Theaters, das Mittwoch Premiere feiert. Gezeigt wird es bis zum 22. Oktober in der Spielstätte des Bremer Kriminaltheaters in der Union-Brauerei in der Theodorstraße 13 a in Walle.

Nach einem Streit hängt der Haussegen bei Christophe (gespielt von Ansgar Matuschak) und seiner neuen Freundin Patricia (auf die Bühne gebracht von Jessica Coels) so richtig schief. Ausgerechnet heute Abend haben die turtelnden Gastgeber Nathalie (in Gestalt von Kirsche Hildebrecht) und Jean-Luc (Torben Gille) eingeladen. Patricia jedenfalls ist sauer und beschließt, den ganzen Abend kein Wort zu reden – mit Folgen: Die Gastgeber halten sie für eine Ausländerin aus einem vom Krieg heimgesuchten Land, der man in der Not helfen muss.

Das gefällt Patricia. „Perfide und mit diabolischem Vergnügen steigt sie in das Spiel ein“, so Theater-Sprecherin Claudia Wolski. Patricia erfindet die Phantasiesprache Chouvenisch, nimmt Spenden für ihre Landsleute entgegen und treibt die Humanitätsduselei der Gastgeber grotesk auf die Spitze. „Doch im Laufe des Abends entlarvt sie nebenbei auch noch gnadenlos die bürgerliche Artigkeit und die Beziehungslügen der vermeintlich überglücklichen Gastgeber“, so Wolski.

Spielbeginn der Komödie des Franzosen Gilles Dyrek unter der Regie von Christian Schliehe ist jeweils um 20 Uhr. Am Sonntag, 15. Oktober, wird um 11 Uhr sowie am Sonntag, 22. Oktober, um 16 Uhr gespielt. Spielfrei ist am Montag, 16. Oktober. Karten gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

Poesie im Ratskeller

„Poesie im Bremer Ratskeller“ ist eine Veranstaltungsreihe überschrieben, die am Sonntag, 15. Oktober, im Bacchuskeller ihre Fortsetzung findet. Schauspieler und Autor Dirk Böhling liest um 11 Uhr die schönsten Geschichten von Bremen-Kenner Hermann Gutmann, der im November 2013 im Alter von 83 Jahren gestorben ist. Gutmann schrieb unter anderem über die Geschichte, die Bräuche und die Eigentümlichkeiten der Bremer – „zumeist mit Witz und voller Ironie“, heißt es in der Ankündigung. Karten sind ebenfalls in den Geschäftsstellen unserer Zeitung erhältlich.

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