„House of Mystery“

Magier Hans Klok verzaubert Publikum in Bremen

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Magier Hans Klok hat sein Publikum am Donnerstagabend im Bremer Metropol-Theater mit seinem „House of Mystery“ verzaubert. Er erntete für seine Show stehende Ovationen.

Bremen - Von Viviane Reineking. Es ist diese eine Frage, die sich durch den Abend zieht. Von der allerersten bis zur allerletzten Minute. Der „schnellste Illusionist der Welt“, wie Hans Klok sich selbst betitelt, ist bis morgen, Sonntag, zu Gast im Metropol-Theater am Richtweg. Am Donnerstagabend gab er mit „House of Mystery“ sein erstes Gastspiel. Und immer fragt sich das Publikum: „Wie macht er das nur?“

Klar. Der Mann ist Profi-Zauberer. Aber irgendwann, irgendwo, muss er doch etwas preisgeben, muss doch zu erkennen sein, wie seine Tricks funktionieren. Die dramatische Musik gibt den Takt vor. Nach und nach kommen sie aus einer winzigen, freistehenden Kiste gekrochen, die dunklen Wesen des Abends. Das Publikum mag seinen Augen nicht trauen. „Noch Fragen?“, wendet sich der Magier süffisant ans Publikum.

Mit einem einfachen „Hey“ begrüßt der Niederländer seine Gäste. Eine kurze Einordnung seiner Person („Ich spreche wie Rudi Carrell und sehe aus wie Linda de Mol“) und dann macht sich Klok auf in die Geschichte der Show, in das „House of Mystery“, „in dem das Unmögliche die Wirklichkeit verschlingt“. Hier ließ der Magier Alfredo Cordoni die weltbesten Magier lebendig begraben. Auf der Suche nach dem Buch mit ihren Illusionen begegnet Klok Vampiren, Hexen, Wesen aus dem alten Ägypten, Mönchen auf Hoverboards. Und muss ein ums andere Mal, in seinen wehenden Umhang gehüllt, gefährliche Herausforderungen bestehen.

Menschen verschwinden, werden zweigeteilt

Es wird schaurig, ja, manchmal grauenhaft. Menschen verschwinden auf rätselhafte Weise, werden zweigeteilt. Klok selbst wird – unter dem Aufstöhnen des Publikums – aufgespießt, lässt sich mit Schwertern durchbohren und liefert sich ein Duell mit dem „Laserman“ Andrea Prince. Dazwischen bekannte, unaufgeregtere Tricks, neu in Szene gesetzt. So lässt er aus einem Glas Milch Konfetti regnen. Und verbindet auf zauberhafte Weise geschlossene Metallringe miteinander. „Häh?“, entfährt es der Autorin des Textes. „Häh?“, sagt auch der Magier und grinst unverschämt ins ahnungslose Publikum.

Auf eine ganz andere Weise verzaubern das ukrainisch-kanadische Duo „La Vision“ mit einer kraftvoll-fließenden Körperakrobatik sowie die chinesische Kontorsionistin Zhu Guiping, die auf unglaubliche Weise ihre Hüfte kreisen lässt. Kurze Ruhepausen in einer ansonsten rasant daherkommenden Show.

15 Tricks in fünf Minuten

Ein fliegendes Tischchen, eine schwebende Glühlampe (eine Illusion seines verstorbenen Magier-Freundes Harry Blackstone Junior), ein ebenfalls schwebendes Mädchen aus dem Publikum und am Ende die große, die wichtigste Prüfung (Achtung: Wortspiel): „Klok gegen die Uhr“. 15 Tricks in fünf Minuten. Der „schnellste Magier der Welt“ – spätestens jetzt mag man es gerne glauben.

„House of Mystery“ ist eine gut zweistündige Show, die am ersten Abend mehr als die nur rund 500 Zuschauer verdient gehabt hätte. Eine Show, die vor allem eines ist: nicht zu durchschauen, einfach unglaublich. Und die mit Luftschlangen und stehenden Ovationen endet. Zu sehen ist sie im Metropol-Theater noch Sonnabend um 15 und 20 Uhr sowie am Sonntag um 15 Uhr.

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