Unternehmer bestellt 60 DGzRS-Sammelschiffe

Ungewöhnlicher „Großauftrag“

Frank Terstiege (l.) mit Nicolaus Stadeler und Tanja Wagschal von der DGzRS. - Foto:DGzRS

Bremen - Engagement I: „So einen ,Großauftrag‘ erhält die Sammelschiffchen-Werft der Seenotretter nicht alle Tage“, sagt Christian Stipeldey, Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS, Sitz: Bremen). „Gleich 60 der bekannten rot-weißen Spendenbüchsen der DGzRS sind für das Unternehmen ,Wind Sportswear‘ vom Stapel gelaufen. In den Ladengeschäften an Nord- und Ostsee erhalten sie publikumswirksame ,Liegeplätze‘.“

„Für mich war es keine Frage, die Idee meiner Mitarbeiter zu unterstützen und alle unsere Filialen mit je einem Sammelschiffchen auszustatten“, sagt Frank Terstiege, Geschäftsführer des Freizeitmode-Unternehmens. Die 60 Sammelschiffchen nahm er dieser Tage von DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler und Tanja Wagschal, die bei den Seenotrettern für die Betreuung der Spendenschiffchen zuständig ist, entgegen.

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie 60 (große) Seenotrettungskreuzer und -boote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2 000 Einsätze. Ihre Arbeit wird ohne Steuergelderfinanziert. 14 000 Sammelschiffchen im ganzen Land gelten als „Symbol für die Freiwilligkeit und Unabhängigkeit der Seenotretter“.

Engagement II: Die Musikwerkstatt der Bremer Philharmoniker freut sich über eine großzügige Spende. Ein jüngst gestorbenes Mitglied der Johannis-Freimaurer-Loge „Herder“ verfügte kurz vor seinem Tod, dass ein Teil seines Nachlasses für die Kinder- und Jugendarbeit des Orchesters gespendet werden soll. Die Familie, die nicht namentlich genannt werden möchte, und die Logenbrüder zollten diesem Wunsch Respekt. Sie baten die Trauergäste um Spenden für die Musikwerkstatt. Nun überreichte die Witwe gemeinsam mit Jochen Behrens, „Meister vom Stuhl“ der Loge, dem Philharmoniker-Intendanten Christian Kötter-Lixfeld einen Scheck über 8 000 Euro.

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