Unfallfahrer will Polizei mit gekauftem Urin betrügen

Bremen - Mit künstlichem Urin aus dem Internet hat ein Unfallfahrer am Sonntagabend versucht, die Polizei zu überlisten. Die Beamten hatten den 38-Jährigen nach einem Unfall auf der Autobahn 27 bei Bremen zum Drogentest aufs Revier gebeten.

Der 38 Jahre alter Fahrer eines Sprinters hatte laut Polizei auf der A 27 in Fahrtrichtung Cuxhaven einen Auffahrunfall im Bereich der Anschlussstelle Industriehäfen. Dabei prallte auf den Hänger eines vor ihm fahrenden Golf. Der Hänger löste sich daraufhin von der Anhängerkupplung und kippte auf die Fahrbahn.

Den Beamten der Autobahnpolizei gegenüber gab der 38-Jährige an, dass er glaube am Steuer eingeschlafen zu sein und sich nicht weiter an den Unfall erinnern könne. Den Beamten fiel allerdings nicht nur auf, dass der Mann tatsächlich stark übermüdet wirkte, sondern dass er stark vergrößerte Pupillen hatte, die auf einen Konsum von Betäubungsmitteln hindeuteten. Einem freiwilligen Urintest und einer körperlichen Durchsuchung stimmte der Unfallfahrer auch umgehend zu. In seiner Geldbörse fanden die Polizisten zwei Plastikkügelchen mit einer pulvrigen Substanz, die möglicherweise auf Heroin hindeutete.

Den Abschluss sollte dann der freiwillige Urintest auf dem Polizeirevier bilden. Allerdings erwischten ihn die Beamten dort bei einem Täuschungsmanöver am Urinbecken. Statt aus der natürlichen Quelle, versuchte der 38-Jährige so genanntes "Cleanurin" aus einer Augentropfenampulle in den Messbecher zu füllen.

„Von nun an war der Mann auch nicht mehr zu einer freiwilligen Mitwirkung bereit“, hieß es im Polizeibericht vom Montag. Das Ergebnis: Die Polizei ließ dem Mann Blut für den Drogentest entnehmen und kassierte seinen Führerschein. pfa / dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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