Unfall an Containerbrücke: Schwierige Bergung der Trümmer

Schiff und Ausleger verkeilt

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Mit abgeknicktem Ausleger (rechts) steht die beschädigte Containerbrücke des Terminalbetreibers NTB an der Pier in Bremerhaven. Der Ausleger war in der Nacht zu Donnerstag beim Entladen auf das Containerschiff „Maersk Karachi“ gestürzt. Dabei kam der Kranführer ums Leben. Die Ursache für das Unglück ist zur Zeit noch ungeklärt.

Bremerhaven - Die Unfallstelle nach dem Zusammenbruch einer Containerbrücke in Bremerhaven kann nicht schnell geräumt werden. Gutachter müssen einen Bergungsplan erarbeiten. Schiff und Kranausleger sind ineinander verkeilt. Bei dem Unfall war der Kranführer getötet worden. Der Schaden geht vermutlich in die Millionen. Die Ursache für den Unfall ist bisher ungeklärt.

Die Bergung der Trümmer kann nach Polizeiangaben noch Wochen dauern, hieß es gestern. Zunächst müssen Gutachter berechnen, wie die Arbeiten ausgeführt werden können. Bei dem Unfall in der Nacht zu Donnerstag war der 52 Jahre alte Kranführer ums Leben gekommen. Der Ausleger der Containerbrücke, die Angaben zufolge von einem chinesischen Hersteller stammt, war etwa 50 Meter tief in den Laderaum des Frachters „Maersk Karachi“ gestürzt. Es dauerte Stunden, die Unglücksstelle zu sichern und den toten Kranführer zu bergen.

Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) verschaffte sich gestern einen Eindruck an der Unglücksstelle. Er dankte Unternehmen und Behörden für die gute Zusammenarbeit nach dem tragischen Unfall. Der Terminalbetreiber habe verantwortungsbewusst gehandelt, indem er den kompletten Bereich aus dem Verkehr genommen habe.

Insgesamt hat Betreiber North Sea Terminal Bremerhaven (NTB) – ein Joint-Venture von Eurogate und

Maersk Line – nach dem tödlichen Unfall acht Containerbrücken des gleichen Typs vorläufig stillgelegt. Sie werden jetzt auf Fehler untersucht, sagte gestern NTB-Chef Jan Gelderland. Der Verzicht auf die Brücken werde zwar Einfluss auf die Abfertigung der Schiffe haben, aber nicht zu längeren Verzögerungen führen. Auch Günthner sagte, es werde nicht zu einem Abfertigungsstau bei Containerschiffen kommen. Es stünden ausreichend Liegeplätze zur Verfügung.

Der Senator warnte vor Spekulationen über einen Zusammenhang des Unglücks mit einem Unfall im Februar 2014. Dabei war ein Schiff an der Stromkaje mit dem Ausleger einer anderen Brücke kollidiert. Insgesamt wurden drei Brücken beschädigt. An der jetzt betroffenen Brücke sei dabei lediglich die elektrische Versorgung in Mitleidenschaft gezogen worden. Es besteht nach Polizeiangaben kein Zusammenhang. Zeugen hätten gesagt, dass sich der Zusammenbruch nicht durch ungewöhnliche Geräusche oder andere Anzeichen angekündigt habe.

Einsturzgefahr soll an der Unglücksstelle bei der jetzigen Wetterlage nicht bestehen, sagte Gerhard Schulze von der Wasserschutzpolizei. Die Statik der Containerbrücke sei jedoch beschädigt.

Schiffe dürfen die Weser im Bereich des Containerhafens nur mit verringerter Geschwindigkeit befahren, damit nicht Wellenschlag zu weiteren Gefahren an der verkeilten Unfallstelle führt.

gn/dpa

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