Bremen-Blumenthal: Polizei sucht Zeugen

Versuchter Brandanschlag auf Großzelt für Flüchtlinge in Bremen

Bremen - Das hätte ein schlimmes Ende nehmen können: In einem im Aufbau befindlichen und noch unbewohnten Großzelt für Flüchtlinge an der Kreinsloger Straße in Bremen-Blumenthal wurde heute Vormittag ein Brandschaden entdeckt. Das teilte die Polizei mit.

Nachdem gestern gegen 18 Uhr die Aufbauarbeiten für die Flüchtlingsunterkunft beendet worden waren, sollten heute die Restarbeiten durchgeführt werden, so die Beamten. Dabei entdeckten Mitarbeiter am späten Vormittag einen Brandschaden an den Bodenbrettern eines Notausganges. Offenbar hatten unbekannte Täter von außen versucht, Bodenbretter und die Kunststoffkassetten einer Seitenwand mit Brandbeschleuniger beziehungsweise Brandmittel zu entzünden. Dabei wurde allerdings lediglich der Holzfußboden in Mitleidenschaft gezogen. Ein Übergreifen des Feuers auf die Kunststoffkassetten blieb aus. Außen am Zelt waren leichte Verrußungen zu erkennen. Das Feuer dürfte von alleine ausgegangen sein.

Die Ermittlungen der Brandermittler, Spurensucher der Tatortgruppe und des Staatsschutzes der Polizei Bremen dauern an. Für das Zelt sollten Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Die Polizeistreifen seien sensibilisiert, für den Bereich Bremen-Nord seien neue Schutzstreifen angeordnet worden, sagte Polizeisprecher Dirk Siemering. Seinen Angaben nach sollen Mitte Oktober Flüchtlinge die Zeltunterkunft beziehen. Der bei dem Anschlag entstandene Schaden stehe dem nicht entgegen, sagte er.

Die Polizei bittet um Zeugenhinweise an den Kriminaldauerdienst unter der Telefon 0421-362-3888.

Rubriklistenbild: © dpa

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