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Unbekannte attackieren Büro von Rheinmetall in Bremen mit Säure

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In Bremen haben Unbekannte ein Gebäude von Rheinmetall mit Säure attackiert. Es ist bereits der zweite Angriff innerhalb eines Monats.

Bremen – Unbekannte haben am Dienstagmorgen in Bremen einen mutmaßlichen Buttersäure-Anschlag auf ein Gebäude des Rüstungsunternehmens Rheinmetall Electronics verübt. Nach Angaben der Polizei Bremen hätten sich dabei fünf Personen leicht verletzt. Die Polizei Bremen sei bereits seit den frühen Morgenstunden am Osterdeich in einem Großeinsatz.

StadtBremen
Einwohner569.352
Fläche326,7 km²
Höhe12 m

Säureangriff auf Rheinmetall: Unbekannte attackieren Büro in Bremen

Deshalb wurde die Fahrbahn an der Kreuzung zur Verdener Straße zwischenzeitlich beidseitig voll gesperrt, demnach sei es für mehrere Stunden zu erheblichen Einschränkungen im Berufsverkehr gekommen. Nun ermittelt die Polizei Bremen nach möglichen Tätern und Motiven.

Polizei Bremen am Osterdeich nach Farbbeutel.
Die Polizei Bremen ermittelt nach einem Farbbeutelwurf auf das Bürogebäude von Rheinmetall. © Jörn Hüneke

Es ist nicht das erste Mal, dass es zu einem Angriff dieser Art gekommen sei. Bereits im März hatten unbekannte Täter dasselbe Gebäude attackiert. Damals hätten die Unbekannten mit Farbe gefüllte Christbaumkugeln gegen die Fassade geworfen. Die Spuren davon seien bis heute zu erkennen. Und im Januar hatte es einen Brandanschlag aus der linksradikalen Szene auf das Raumfahrtunternehmen OHB in Horn gegeben. Ein Wachmann hatte sich gerade noch aus dem brennenden Gebäude retten können.

Buttersäureangriff auf Rheinmetall am Bremer Osterdeich: Fünf Personen leicht verletzt

Nun sei es erneut zu einer Attacke gekommen, ersten Einschätzungen nach soll es sich laut Polizei Bremen bei den eingesetzten Materialien um Buttersäure gehandelt haben. Dämpfe dieser Substanz könnten Atemwege und Augen reizen, der Rettungsdienst habe drei Personen aufgrund von Atemwegsproblemen vor Ort behandelt. Insgesamt hätten sich fünf Leute verletzt, sie klagten alle mindestens über Unwohlsein, sowie Kopf- und Halsschmerzen, zu schweren Verletzungen sei es jedoch nicht gekommen.

In dem angegriffenen Gebäude sitze die Personalabteilung der Rheinmetall Electronics. Das Unternehmen, das zu Beginn des Ukraine-Kriegs als Kriegsgewinner gehandelt wurde, ist auf Laserzielsysteme für Waffen, Feuerleitanlagen und Wärmebildgeräte spezialisiert. Doch das Rüstungsunternehmen sei nur ein Mieter, bereits ab dem 1. Juli sei der Auszug geplant. Dann könnten die Farbanschläge auf genau das Gebäude zu mindestens vorerst wieder ein Ende haben. Lesen Sie auch: In Hamburg-Altona kam es am Dienstag zu einem tödlichen Schusswechsel, der die Polizei zu einem im Großeinsatz veranlasst hatte. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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