Die Waldbühne bekommt einen Anbau / Architektenwettbewerb entschieden

„Unaufgeregt und harmlos“

Die Waldbühne im tristen Wintergrau. ·
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Die Waldbühne im tristen Wintergrau. ·

Bremen - Von Jörg EsserDie Waldbühne im Bürgerpark bekommt einen modernen Anbau. Einen, der sich „unaufgeregt und harmlos“ in die Landschaft integriert und an das denkmalgeschützte „Schlösschen“ anpasst. Sechs Architekturbüros nahmen an einem entsprechenden Wettbewerb teil. Die Jury entschied sich für den Entwurf des Bremer Architekten Ulrich Ruwe.

Die Waldbühne – 1890 als Pavillon der Firma Engelhardt & Biermann für die „Nordwestdeutsche Gewerbe- und Industrieausstellung“ errichtet – sei in die Jahre gekommen, sagte Joachim Linnemann, Präsident des Bürgerparkvereins. Das heißt: Eine Modernisierung und Vergrößerung steht an. „Das ist ein tolles Projekt und eine tolle Aufgabe für den künftigen Parkdirektor Tim Großmann“, fuhr Linnemann vor Pressevertretern fort.

Es gelte, den markanten Pavillon zu erhalten und für die Zukunft fit zu machen, sagte Michael Frenz, Präsident der Bremer Architektenkammer. Konkret: Sanitäranlagen sollen saniert, eine zusätzliche Küche soll gebaut und Platz für einen separaten Clubraum geschaffen werden. Und der Anbau soll sich ins Umfeld einpassen, Bäume sollen nicht gefällt, dem Lärmschutz soll Rechnung getragen werden. Schließlich wird am Biergartenkonzept festgehalten. Auch ein Kostenrahmen sei den Architekten in die Unterlagen geschrieben worden – 600 000 bis 700 000 Euro.

Die Jury, in die auch das Denkmalschutzamt und der Stadtteilbeirat ihre Vertreter schickten, siebte zunächst aus den sechs Entwürfe jene drei aus, die sich für einen Baukörper parallel zur Parkallee entschieden, sagte der Architekt Martin Pampus. Er fungierte als Jury-Vorsitzender und lobte unter anderem die Praktikabilität, Dauerhaftigkeit und Reduzierbarkeit des letztlich siegreichen Ruwe-Entwurfs. Der sieht unter anderem einen lichtdurchfluteten Pavillon als Anbau vor, mit einem „überdeckten Laubengang“ als Verbindungsweg zwischen Neu- und Altbau. Ein leicht gewölbtes Metalldach orientiert sich am bestehenden Gebäude. Ruwe sagt, der Neubau solle ein ausgewogenes Spiel zwischen Anpassung und Eigenständigkeit entstehen lassen. Darum müsse der Baukörper selbstbewusst neben dem Altbau platziert werden. „Wie bei einem Schmuckstück dient der Neubau dem Edelstein als Fassung“, heißt es im Entwurf.

Der Bürgerparkverein will mit den Baukosten nicht den Park etat (2,5 Millionen Euro pro Jahr) belasten, sondern „andere Quellen anzapfen“. Läuft alles glatt, sei an einen Baubeginn im Herbst und an eine Eröffnung der neuen, größeren Waldbühne zur Sommersaison 2013 zu denken. „Das ist mein Traumziel“, sagte Linnemann.

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