„Um’n Pudding“ mit Wolfgang Döhling in der Östlichen Vorstadt

Gäste aus aller Welt

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Wolfgang Döhling mit seinem Sohn Kim auf der Straße, die zum Stadion führt. Im Hintergrund liegt der begrünte Brommyplatz.

Bremen - Von Ilka Langkowski. „Die vielen Menschen aus aller Welt, die sich hier im Stadtteil begegnen, prägen das Lebensgefühl“, meint Wolfgang Döhling, Besitzer der Eckkneipe „Taubenschlag“ Auf dem Peterswerder. Mit Döhling gehen wir heute in der Östlichen Vorstadt „Um’n Pudding“.

Zur Östlichen Vorstadt – zwischen Weserwehr und Sielwall – zählen die Ortsteile Steintor, Fesenfeld, Hulsberg und Peterswerder. Zwischen Brommyplatz, Hamburger Straße und Weserstadion hat sich ein kleines Zentrum mit etlichen Kneipen gebildet.

Früher beherbergte Döhlings Haus einmal die Werder-Geschäftsstelle. Seit 1983 hat der Rechtsanwalt über seiner Kneipe sein Büro. Am Durchgang zur Weser beginnt die Pauliner Marsch, die mit einem Parzellengebiet, Sportplätzen, dem Sportgarten, Vereinen und dem Jürgenshof bis zur „Erdbeerbrücke“ reicht.

„Die Nähe zur Weser und zu etlichen Sportstätten zeichnet diesen Stadtteil aus“, sagt Döhling, „und man kann völlig ohne motorisierten Verkehr bis in die Innenstadt gelangen.“ In Peterswerder werde viel Sport getrieben, aber auch gefeiert.

Bei Werder-Heimspielen entstehe eine besondere Atmosphäre, in der sich die unterschiedlichsten Menschen begegneten. Die Menschen, die in der Östlichen Vorstadt wohnen, seien recht tolerant, meint der Musikfreund, Gastwirt und Jurist. Es werde wenig gemeckert.

Der Ortsteil hat sich in den vergangenen Jahrzehnten herausgeputzt. Viele Hausbesitzer haben ihre Häuser renoviert. In der Hamburger Straße wurde das Kopfsteinpflaster ersetzt.

Der Parkstreifen aus dunklem Schotter wich kleinen, aber hübschen Parkbuchten. Die großzügig angelegte Fahrbahn bietet genug Platz für Autos und Radler. „Wer hier herzieht, zieht selten wieder weg. Die Menschen hier wissen den Wohnwert zu schätzen“, sagt Döhling.

Im Peterswerder ist es beschaulicher als im benachbarten Steintor. Das Steintor, das umgangssprachlich zusammen mit dem Ostertor das „Viertel“ bildet, reicht von Dobben und Sielwall bis zur St.-Jürgen-Straße. Mit kleinen Kneipen, Imbissen, Bars und Diskotheken lockt es Amüsierfreudige.

Außerdem liegt dort die Rotlichtmeile in der „Helenenstraße“. Der Straßenzug Am Dobben/Sielwall bildet die Stadtteilgrenze. Die gepflasterte „Steenstrate“ vom Ostertor nach Hastedt wurde bereits im 14. Jahrhundert erwähnt.

Der Dobben war bis ins 19. Jahrhundert ein Graben, der am Sielwall in die Weser und bei der Schleifmühle in den Kuhgraben mündete. So kamen auch Torfkähne von der Wümme über Kuhgraben und Dobben bis ins Steintor. Der Übergang über den Dobben heißt spätestens seit dem 17. Jahrhundert Steintor. Er bestand einst aus einer Zugbrücke, einem freistehendem Torbogen und einem Steinturm.

Während Steintor und Peterswerder im Süden von der Weser begrenzt werden, schließen sich nördlich ans Steintor der Ortsteil Fesenfeld und nördlich an Peterswerder der Ortsteil Hulsberg an. Dort befindet sich das Klinikum Mitte an der St.-Jürgen-Straße.

Für Döhling ist die Pauliner Marsch die schönste Ecke des Stadtteils. Dort treffen sich Jung und Alt und verschiedenste Nationalitäten. Er würde sich aber mal wieder ein Open-Air-Konzert im Weserstadion wünschen. Und mit wem er gerne einmal um’n Pudding gehen würde?

„Mit unserem nigerianischen Stürmer Anthony Ujah. Den finde ich einfach sympathisch. Und vielleicht mit Hape Kerkeling. Den würde ich gerne mal zu seiner Pilgerreise befragen (lacht) – obwohl, für mich wäre das eher was mit dem Fahrrad.“

Zahlen der Östlichen Vorstadt:

Gesamtfläche: 333,7 Hektar

Agrarfläche: 0,3 Hektar

Erholungsfläche: 52,7 Hektar

Gesamtbevölkerung: 29786

Männer: 14179, Frauen: 15607

Durchschnittsalter: 42,3 Jahre

Einwohner pro Hektar: 88,9

Schüler: 2121

Betriebe: 1456

(Quelle: Statistisches Landesamt 2010–2014)

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