Umbau im ehemaligen Polizeihaus startet

Baumhaus im Wall-Forum

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Gastronomie-Experte Thomas Dökel und Wallhaus-Geschäftsführerin Annika Reineberg zeigen, wie das Forum Am Wall Mitte Oktober aussehen soll.

Bremen - Von Viviane Reineking. Die Bauzäune sind aufgestellt, die Bagger rollen an: Nach langer Planungszeit tut sich etwas im Innenhof des Forums Am Wall. Die neue Gestaltung verspricht mehr Gastronomieangebote, eine verbesserte Aufenthaltsqualität und als Clou: ein urbanes Baumhaus.

Gastronomische Läden, die sich zum Innenhof hin öffnen, Sitzbänke und viel Grün: Wichtig war den Planern, „den Besuchern vielfältige Gründe zu liefern, diesen besonderen Ort aufzusuchen und hier zu verweilen“, sagt Ulrike Rösner von der Design-Agentur „Rauminraum“. Nach der Fertigstellung soll an einer Stirnseite eine überdimensionale Pflanzenwand entstehen. Der gesamte Aufbau im Innenhof wird zurückgebaut und komplett neu gestaltet. „Bislang wurde dieser Bereich eher suboptimal genutzt“, so Annika Reineberg von der Verwaltung des Forums Am Wall.

Hier finden sich später nicht nur Sitzplätze der Gastronomien wieder, sondern – um die Höhe des Innenbereiches zu nutzen – sie gruppieren sich um ein urbanes Baumhaus. „Es besteht weniger aus Holz, dafür aus einer Konstruktion aus weiß beschichtetem Stahl und mit einer Astgrafik bedruckten Glasfassade“, so der Bremer Architekt Andreas Wenning von „Baumraum“. Zehn bis 15 Personen können darin ein Plätzchen finden – in 4,50 Metern Höhe. Die exklusive Aussicht genießen allerdings nur Gäste des neuen japanisch-vegetarischen Restaurants „Zen“ von Tomoko Soejima – mit vorheriger Reservierung.

„Wir wollten keine Ketten, sondern Betreiber, die mit Herzblut am Tresen stehen“, so Reineberg. Das tun nach und nach sowohl die alten Mieter von „Emmi – Die Suppenbar“ und Ilkay-Tarkan Gürsoy mit seinem Kiosk und einem großen „Salat-to-go“-Angebot. Und die „Neuen“: In Christian Haferkamps „Bontaglio“ wird schon jetzt römische Pizza serviert. Ali Reza Kordi will in seiner Tapasbar kalte und warme Tapas sowie Weine offerieren. Im „Fisherman‘s“ bei Catrin Bußler und Marcus Tu (ehemals „Knurrhahn“) sollen neben klassischen Küstenspezialitäten auch „erfrischend moderne und junge Fischgerichte“ auf der Karte stehen. Neben dem Mittagsgeschäft wollen die Mieter vor allem auch abends ihre kulinarischen Genüsse anbieten. Christian Kuhlmann von der Stadtbibliothek hofft, dass „sich das Atrium durch die Gastronomie noch mehr belebt“. Der Zugang zur Bibliothek bleibt während der Umbauphase erhalten. Bereits vor zwei Jahren gab es erste Umbaupläne. Vom Bauantrag bis zur Genehmigung vergingen dann zehn lange statt der üblichen drei Monate, wie Generalplaner Frank Warnecke sagt. Nun können er und sein Team loslegen – im Oktober schon soll alles fertig sein.

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