Täglich ein neues Stadtbild

Ein Stadtteil wächst am Wasser: Touren kreuz und quer durch die Überseestadt

Der rund 100 Jahre alte Molenturm am Wendebecken war früher Arbeitsplatz des Hafenaufsehers.
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Ein Wahrzeichen der Überseestadt: Der rund 100 Jahre alte Molenturm am Wendebecken war früher Arbeitsplatz des Hafenaufsehers.

Die Überseestadt wächst rasant. In die Fläche, in die Höhe, in die Dichte. Am Wasser, quasi im alten Hafenbecken, sprießt ein neuer Stadtteil. Mit einem Stadtbild, das sich täglich wandelt.

  • Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) und der Marketingverein Überseestadt den „Tourentag Überseestadt“.
  • Überseestadt wandelt sich laut Wirtschaftsförderung Bremen zu einem moderenen Standort.
  • Schiffstour auf der Weser als Highlight des „Tourentags“.

Bremen – Es gibt viel zu entdecken. Am Sonntag, 20. September, zum Beispiel. Dann veranstalten die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) und der Marketingverein Überseestadt den „Tourentag Überseestadt“. Mit kostenlosen Thementrips kreuz und quer durchs Quartier – von 11 bis 17 Uhr.

Überseehafen mit 3,5 Millionen Kubikmetern Sand verfüllt

Die Überseestadt ist auf Sand gebaut. 1998 wurden die Becken des Überseehafens mit 3,5 Millionen Kubikmetern Sand verfüllt. Seither wird das alte Hafenrevier revitalisiert. Die Überseestadt gilt mit einer Gesamtfläche von knapp 300 Hektar als eines der größten städtebaulichen Projekte Europas. „Das alte Hafenrevier wandelt sich zu einem modernen ,Standort der Möglichkeiten‘ mit einer Mischung aus Dienstleistung, Bürobetrieben, Hafenwirtschaft, Logistik, Freizeit, Wohnen und Kultur“, sagt eine WFB-Sprecherin.

Investitionsvolumen: Zwei Milliarden Euro für die Überseestadt

Für den bis 2025 veranschlagten Entwicklungszeitraum hat Bremen rund 350 Millionen Euro öffentliche Investitionen eingeplant. Mit dem Bremer Geld sollen zwei Milliarden Euro privater Investitionen bewegt werden. Und zu den großen Playern in der Überseestadt zählen mit Bauunternehmer Kurt Zech, der Immobilien- und Projektentwicklungsgesellschaft Justus Grosse, Altmeister Klaus Hübotter, der Firma Siedentopf („Eduscho“), der Specht-Gruppe, der Hegemann-Gruppe, der Weser-Wohnbau und kommunalen Wohnungsbaugesellschaften wie der Gewoba vor allem Bremer Unternehmen. Die Zahl der freien Flächen im Quartier tendiert gegen Null.

Allein Justus Grosse hat nach Firmenangaben bislang knapp eine halbe Milliarde Euro in diverse Wohn- und Büroprojekte investiert. Zech steckt 300 Millionen Euro in den Bau eines markanten Ensembles aus vier Gebäuden am Europahafenkopf, das auf die vier Stadtmusikanten verweisen soll.

Dazu zählen ein neuer Firmensitz, zwei Wohngebäude und ein Parkhaus. Rund um den Schuppen 3, einem rund 400 Meter langen Hafenspeicher, entsteht das „Europaquartier“. Auf dem Areal sollen bis 2023 knapp 500 Wohnungen gebaut werden. Ein 15-stöckiges Wohnhaus mit 110 Wohneinheiten schließt sich als „Hochpunkt“ an.

Am „Tourentag" per Schiff zum Waller Sand

Zurück zum „Tourentag“: Ob mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Schiff – die Überseestadt lässt sich auf vielfältige Weise erkunden. Wer sich für eine Radtour entscheidet, hat die Wahl zwischen der Bike-it-Tour vorbei an alten Hafenanlagen, moderner Architektur und maritimen Boulevards sowie einer Tour zur Bremer Genusskultur. Dabei entdecken die Radler, was das Quartier vom Speicher XI bis zum Weser-Tower kulinarisch zu bieten hat.

Ein Highlight ist die Schiffstour durch das alte Hafenbecken. An Bord der „Gräfin Emma“ geht es für die Passagiere vom Holz- und Fabrikenhafen über den Strandpark Waller Sand in Richtung Europahafen und zurück. „Dabei erfahren die Teilnehmer Spannendes über den Wandel der Hafengebiete zum modernen Stadtquartier“, so die WFB.

An Land stehen auf dem Programm: die Führung „Borgward, Bertha, Benz und Bremen“ durch den Schuppen Eins, Entdeckungstouren durch die Museums- und Kulturlandschaft rund um den Speicher XI, eine Führung über das Kaffee-HAG-Areal sowie die Besichtigung der Getreideverkehrsanlage.

Startpunkt der Touren ist im Hof der Cuxhavener Straße 7 beim Speicher XI. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ein Mund-Nase-Schutz ist mitzubringen. Für die Fahrradtouren ist ein eigenes Fahrrad notwendig. Verbindliche Anmeldungen für die Touren sind möglich per E-Mail mit Angabe des Namens und Telefonnummer an „event@ueberseestadt-bremen.de“.

Von Jörg Esser

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