Geschichte, Party und Stadtentwicklung

Touren mit Schiff und Bus

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Maritime Tradition, zeitgenössische Architektur – Blick durch ein Bullauge der „Alexander von Humboldt“ im Europahafen.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Die Überseestadt kommt an in Walle.“ Unter diesem Motto segelt der „Übersee-Törn“ in diesem Jahr. Die Organisatoren des Sommerfests am Europahafen wollen die Entwicklung der Überseestadt mit der des Stadtteils Walle verbinden. „Wir müssen uns im Stadtteil verankern“, sagt Frank Bischoff vom Organisationsteam.

Bischoff gehört zum Netzwerk „Hafen-Klönschnack“, in dem sich seit 2007 Unternehmen aus der Überseestadt miteinander verbunden haben. 2009 brachten sie den „Übersee-Törn“ auf den Weg. In diesem Jahr wird er also zum siebten Mal gefeiert – am Sonnabend und Sonntag, 25. und 26. Juli. An beiden Tagen beginnt das Programm um 11 Uhr. Sonnabend dauert es bis 24 Uhr, Sonntag geht‘s bis 18 Uhr.

Ein Markt gehört dazu, Angebote für Kinder gibt es. Und natürlich Kulinarisches, Tanz und Live-Musik. So tritt am Sonnabend um 14.30 Uhr die Sambagruppe „Red Hot Knipp“ auf, ab 20 Uhr gibt es Musik mit „Buena Gente“. „Schön chillig“, wie Bischoff sagt. Sonntag zeigt das Hafenrevuetheater in der Zeit von 12 bis 15 Uhr Auszüge aus seinem Programm. Von 16 bis 18 Uhr spielen „Hensen und Blanke“ Akustik-Pop. Am Sonntag gehört erstmals ein Antikflohmarkt zum Programm – in der Zeit von 11 bis 18 Uhr bei den Oldtimern in „Schuppen Eins“.

Herzstück des „Übersee-Törns“ sind einmal mehr – der Name deutet es ja an – Törns, sprich: Rundfahrten. Sie werden an beiden „Törn“-Tagen angeboten, die Kartenpreise dafür liegen zwischen einem und acht Euro.

„Bus-Törn I“ führt zur Rösterei „Lloyd Caffee“ (Marmorsaal inklusive). Abfahrtzeiten: 11 und 13 Uhr, Europahafen.

„Bus-Törn II“ hat das alte Walle, die Kaisenhäuser und die Union-Brauerei zum Thema (Start: 15 und 17 Uhr).

Der „Kajen-Törn“ geht zu Fuß um den Europahafen zum Schuppen 2 und in die Obstbrand-Brennerei von Birgitta Rust (11, 13, 15 und 17 Uhr).

Der „Kajüten-Törn“ ist ein Spaziergang mit dem Hafenarbeiter „Fiete Hansen“, der Speicher und Schuppen erklärt (11, 13, 15 und 17 Uhr).

Der „Schiffs-Törn“ ermöglicht an Bord der „Gräfin Emma“ Einblicke in die bremische Hafengeschichte. Ein weiteres Thema soll die weitere Entwicklung der Überseestadt sein. Einstieg: Marina Europahafen, Dauer: etwa 90 Minuten (13.30, 15 und 16.30 Uhr).

Für die „Törns“ sind Reservierungen ratsam – und möglich sind sie auf der Website des „Übersee-Törns“ unter der Adresse http://ueberseetoern.de.

Das Sommerfest in der Überseestadt ist inzwischen überregional gefragt, berichten die Organisatoren. So gebe es schon Anmeldungen – und Anrufe wie dieser aus Süddeutschland: „Mein Mann ist alter Waller. Wir wollen unbedingt kommen!“

Das Budget des „Übersee-Törns“ liegt bei 50000 Euro, sagt Bischoff. 10000 Euro davon steuert die Bremer Wirtschaftsförderung (WFB) bei.

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