Übersee-Museum & Co.

Millionen-Förderung für Bremer Denkmalschutz-Projekte

So war es früher – der Erste Lichthof des Übersee-Museums auf einem
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So war es früher – der Erste Lichthof des Übersee-Museums auf einem

1.078.938 Euro – diese Summe fließt aus Berlin nach Bremen. Sie stammt aus dem „Denkmalschutz-Sonderprogramm X“ der Kulturstaatsministerin und ist gedacht für Instandsetzungsmaßnahmen an Denkmälern in Bremen und Bremerhaven. Das Übersee-Museum bekommt einen großen Teil der Summe.

Bremen – Mit exakt 644 .688 Euro nämlich unterstützt das Kulturstaatsministerium die Instandsetzung und Erneuerung des undichten Glasdachs über dem Ersten Lichthof des Hauses. Diese Arbeiten sind Teil eines größeren Projekts. Das Übersee-Museum gestaltet seine Ozeanien-Ausstellung ganz neu.

Aspekte wie Klima und Migration bekommen in der Südsee-Schau mehr Gewicht; zudem geht es um die Einbeziehung und Darstellung weiterer Perspektiven. Das Übersee-Museum arbeitet dazu mit Wissenschaftlern aus Samoa zusammen. Und neben der Präsentation im Haus wird es eine weltweit sichtbare virtuelle Version der Ausstellung geben.

So sieht es das Zukunftskonzept des Übersee-Museums vor, dem der Senat Anfang des Jahres zugestimmt hat – als er 2,25 Millionen Euro für das Ozeanien-Projekt freigab. Insgesamt 2,25 Millionen Euro gibt auch der Bund hinzu. 150 000 Euro kommen aus Drittmitteln. Bis Herbst 2024, so die Planung, wird im Ersten Lichthof alles neu gemacht – eben nicht allein das undichte Glasdach. Die Ozeanien-Ausstellung, die Analoges und Digitales verknüpft, gilt als Auftakt der Umsetzung des Zukunftskonzepts. Die Sanierung des Lichthofs beginnt im Herbst 2022.

„Eines der beliebtesten Museen in Deutschland“

„Die hellen Lichthöfe sind das Herzstück des denkmalgeschützten Übersee-Museums, das zu den beliebtesten Museen in Deutschland gehört. Um die hohe Attraktivität dieses einzigartigen Museums aufrechtzuerhalten und der kulturellen Bedeutung des Bauwerks gerecht zu werden, ist eine Erneuerung des Glasdachs absolut notwendig“, kommentierte die Bremer SPD-Bundestagsabgeordnete Sarah Ryglewski. Auch ihre Kollegin Elisabeth Motschmann von der CDU freute sich.

Blick in den Ersten Lichthof des Übersee-Museums, der neu gestaltet werden soll.

In Bremen freut sich derweil Professor Georg Skalecki, der Landesdenkmalpfleger. „Die Förderanträge wurden vom Landesamt für Denkmalpflege vorbereitet und fachlich begründet. Zu allen Anträgen sind Gutachten zum Denkmalwert und Stellungnahmen zu den Sanierungsprojekten erforderlich“, so Skalecki. Außerdem seien die Drittmittel als Investitionsmittel von besonderer Bedeutung – sie lösten weitere Investitionen aus, die der regionalen Wirtschaft und den lokalen Handwerkern zugutekommen.

„Römische Bank“ und Bremerhavener Kran

1.078.938 Euro – neben dem Übersee-Museum werden damit noch zwei weitere Bremer Projekte gefördert, der Rest fließt nach Bremerhaven. Bremen bekommt 40.000 Euro zur Wiederherstellung der Standsicherheit der „Römischen Bank“ als Teil der historischen Parkarchitektur im Bürgerpark und 30.000 Euro für die Sanierung des Daches des Wohnhauses „Raschens Werft“ in Bremen-Nord. Der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Sandstein-Bank im Bürgerpark hat die Witterung inzwischen arg zugesetzt.

Bremerhaven, so das Landesamt für Denkmalpflege weiter, erhält 200.000 Euro für Maßnahmen am schadhaften Mauerwerk der Friedhofskapelle auf dem Wulsdorfer Friedhof – sowie 100.000 Euro für eine denkmalgerechte Instandsetzung des Halbportalkrans im Museumshafen vor dem Deutschen Schifffahrtsmuseum, der aus dem Jahr 1925 stammt. 64.250 Euro gibt es zudem für die Sanierung der Metallteile des Simon-Loschen-Leuchtturms.

Dass für Bremer und Bremerhavener Projekte nun 1.078.938 Euro bewilligt wurden, freut den Denkmalpfleger noch aus einem weiteren Grund: Es ist mehr Geld, als dem Bundesland Bremen nach dem Verteilschema des „Königsteiner Schlüssels“ zugestanden hätte.

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