Serie: Sommermomente

Überraschende Einblicke: Naturlehr- und Erlebnispfad im Stadtwald

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Der „Bienenroland“ im Bürgerpark.

Bremen - Von Martin Kowalewski. „Kann man mit den Füßen sehen?“ Diese Frage steht an Station 10 auf dem Naturlehr- und Erlebnispfad im Bremer Stadtwald. Man soll mit geschlossenen Augen an sie herangeführt werden und barfuß. Heute stellen wir ihn in unserer Serie „Sommermomente“ vor.

Der Pfad entstand 1999 mit Unterstützung des Bürgerparkvereins. Er soll Natur mit allen Sinnen erfahrbar machen, getreu dem Motto: „Nur, was der Mensch kennt, kann er schützen.“ An bis zu 18 Stationen können die Wanderer haltmachen, um sich zu informieren und genau hinzuschauen. Der drei Kilometer lange Rundweg kann auch 1,5 Kilometer abgekürzt werden. Gepflegt wird der Stadtwald vom Bremer Bürgerparkverein.

Station 10 bietet den Füßen viel zu tasten, zunächst auf Beton. Darin: kleine Mulden. Am Anfang der Station haben Kinder, Männer und Frauen ihre Fußabdrücke verewigt, darunter auch Graf. Es folgt eine harte, gewellte Fläche, als ginge man auf Rohren. Dahinter: kleine, harte Steine, ein Kiesfeld. Dann: Entspannung für die Fußsohlen. Waldboden, weich und übersäht mit kleinen Holzstückchen, gefolgt von Sand. Füße sehen mehr als man denkt.

Eine Überraschung: Zwei Rehe, darunter ein Jungtier, fressen seelenruhig Gras am Stadtwaldgraben. Aus der Entfernung lassen sie sich gut beobachten. An einem Steg füllt Graf etwas Wasser aus dem Graben in ein Glas. Der Deckel des Glases ist eine Lupe. Im Wasser tanzen die Wasserflöhe, und Hüpferlinge sind als kleine dunkle Punkte zu sehen.

Ein Blick auf dem Boden. Auch hier ist was los: Grasfrösche, noch klitzeklein, springen über die Halme. „Bis vor ein paar Tagen waren das noch Kaulquappen im Wasser“, sagt Ulrike Graf (60), Umweltbildnerin beim Bürgerpark. „Sie mussten raus. Kaulquappen atmen mit Kiemen, Frösche mit Lungen.“

Spaziergang auf dem Naturlehr- und Erlebnispfad im Stadtwald

Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski
Auf drei Kilometern (abgekürzt 1,5 Kilometern) ist die Schönheit der Natur zu erleben. © Martin Kowalewski

Der Baumstumpf einer Roteiche ist ein historischer Zeuge, geschützt durch eine Glasscheibe. Eine Skala zeigt, von wann die Jahresringe sind. Daneben steht, was in dieser Zeit passierte. In der Mitte: 1876, das Telefon wird erfunden. 1954: Deutschland gewinnt erstmals die Fußball-WM, 1997 erscheint der erste Harry-Potter-Band. Der letzte Jahresring: 2016, der Bürgerpark wird 150. Um die 40er Jahre herum ist ein schwarzer Fleck zu sehen. Ein Bombensplitter ist im Zweiten Weltkrieg eingedrungen. „Die Eiche hat den Splitter mit Gerbsäure zersetzt“, sagt Kraft.

Immer wieder überraschende Szenen: Auf einer Wiese sitzt ein Fischadler auf einem umgestürzten Baum. „Das ist das zweite Mal in 23  Jahren, dass ich so etwas sehe“, sagt Graf. In einem Teich schwimmt eine Entenfamilie in Reihe.

Jugendliche aus Horn sind unterwegs und bearbeiten Aufgaben zu den einzelnen Stationen. „Die Gegend ist einfach schön, vor allem die ganzen Bäume“, sagt ein Junge. Ein Mädchen findet die Tiere im Stadtwald entlang dem Pfad interessant.

Sehen mit den Füßen: Umweltbildnerin Ulrike Graf hat die Augen geschlossen. Lukas Baselicata, der sein Freiwilliges Ökologisches Jahr beim Bürgerparkverein absolviert, führt sie über eine Station auf dem Naturlehr- und Erlebnispfad im Stadtwald. Foto: KOWALEWSKI

Viele Tiere leben im Dunkeln, etwa unter der Rinde gefällter Bäume. Das demonstriert Graf an der Station „Totholz – totes Holz?“. Die Stämme gefällter Bäume liegen aus. Graf bricht ein Stück Rinde vom Stamm der Fichte ab. Darunter tummeln sich Ameisen und Maden.

Helle Pilze wachsen auf dem Stamm einer Buche, dunklere auf dem einer Birke. Unter der Rinde der Eiche tummeln sich wiederum Asseln, Käfer und Ohrenkneifer. „Man sieht, jede Baumart wird anders zersetzt.“

Freien Wohnraum gibt es derweil im „Bienenroland“, nicht für Menschen, aber für Bienen. Die drei Meter hohe Holzfigur wurde 2004, als der Bremer Roland 600 Jahre alt wurde, von der Holzbildhauerin Birgit Jönsson gefertigt. Rund um den Roland hat Künstlerin Jönsson die Sage von Gräfin Emma und dem Bremer Krüppel eingeschnitzt.

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