Polizistin angegriffen

Schlägerei nach Verkehrsunfall: 200 Schaulustige behindern Rettungskräfte

Bremen - Schwere Tumulte spielten sich am Sonntagabend in der Bremer Neustadt ab. Der Ausgangspunkt war ein Verkehrsunfall auf der Langemarckstraße, nach dem der Verursacher verprügelt wurde, Polizisten angegriffen und 200 Schaulustige die Rettungskräfte behinderten.

Wie die Polizei berichtet, befuhr ein 43 Jahre alter Mann mit seinem Lastwagen die Langemarckstraße und streifte einen in einer Parkbucht abgestellten Transporter. Dieser wurde so stark beschädigt, dass der Aufbau abriss und zusammen mit der Ladung auf den angrenzenden Gehweg rutschte. 

Die herumfliegenden Teile verletzten zwei 31 und 39 Jahre alte Frauen und einen 34-jährigen Fußgänger. Die Frauen mussten aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen von einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei weitere geparkte Autos wurden durch die Wucht des Aufpralls ebenfalls beschädigt.

Mann verletzt Polizistin

Der 34 Jahre alte Fußgänger war außer sich, schnappte sich den Unfallverursacher und schlug auf ihn ein. Der 43-Jährige wurde verletzt und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Der Schläger widersetzte sich anschließend den Einsatzkräften und verletzte dabei eine 27 Jahre alte Polizistin, die ihren Dienst abbrechen musste. Für ihn klickten anschließend die Handschellen.

Etwa 200 Gaffer behinderten die Rettungsarbeiten und folgten den Anweisungen der Polizei nur schleppend, einige wollten immer wieder mit den Polizisten diskutieren. Ein 44 Jahre alter Mann wurde in Gewahrsam genommen, da er einem Platzverweis nicht nachkam.

Sperrung der Straße

Die Langemarckstraße musste für die Dauer der Unfallaufnahme und der Aufräumarbeiten gesperrt werden, wovon auch der öffentliche Nahverkehr betroffen war. Die Stadtreinigung und die Feuerwehr beseitigten die Trümmerteile. 

Der Sachschaden wird von der Polizei auf 21.000 Euro geschätzt. Die Polizei war mit etwa 40 Einsatzkräften vor Ort und ermittelt jetzt unter anderem wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährlicher Körperverletzung.

Rubriklistenbild: © Kuzaj

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