Tücher falten und Tattoos anschauen

Großes „Japanfest“ im Übersee-Museum Bremen

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Eine Trommelshow von „Masa Daiko“ gehört zum Programm des „Japanfests“ im Übersee-Museum.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Das Übersee-Museum hat Japan mit einer neuen Ausstellung gerade in den Fokus gerückt – da liegt es nah, nun auch ein großes „Japanfest“ zu feiern. Es beginnt am Sonnabend, 25. November, um 13 Uhr – und es dauert bis 21 Uhr.

„Der Eintritt beträgt 9,50 Euro für Erwachsene, die Familienkarte kostet 19,50 Euro“, so Museumssprecherin Cerstin Wille. Und weiter: „Bei dem Fest steht die Freizeitkultur Japans im Mittelpunkt. Ein japanischer Markt lädt zum Stöbern ein und kulinarische Genüsse warten darauf, entdeckt zu werden.“

Freizeitkultur – das passt. Wie berichtet, zeigt das Übersee-Museum bis zum 1. Mai 2018 die Ausstellung „Cool Japan – Trend und Tradition“. Sie vereint etwa 800 Objekte sowie sehenswerte Inszenierungen. Darunter ein japanisches Wohnzimmer und eine Computerspielstation. Die Ausstellung schlägt einen Bogen von illustrierten Romanen der Vergangenheit zu den Mangas und Animes (Zeichentrickfilmen) der Gegenwart.

Zeitgenössische japanische Populärkultur

Karaoke und Emojis, historische Farbholzschnitte und moderner Pokémon-Kult – die von Dr. Renate Noda (Leiterin der Abteilung Völkerkunde und von Haus aus Japanologin) kuratierte Schau sucht nach den Spuren der zeitgenössischen japanischen Populärkultur, die weit über Japan hinaus Trends setzt.

„Vieles von dem, was wir typisch japanisch finden, hat seine Wurzeln in der Edo-Zeit“, so Professorin Wiebke Ahrndt, die Direktorin des Übersee-Museums. Die Ausstellung findet die historischen Ursprünge der japanischen Populärkultur in der Edo-Zeit, die von 1600 bis 1868 dauerte. Edo ist der frühere Name der japanischen Hauptstadt Tokio. Die Edo-Zeit war „eine Periode des Friedens“, so Noda, in der sich eine blühende Bürgerkultur entwickelte.

Beim „Japanfest“ wird nun groß aufgefahren. Die Museumsleute organisieren das Fest gemeinsam mit der Japan-Gemeinde in (und um) Bremen. „Mit dabei sind die Trommelgruppe ,Masa Daiko‘, eine Schwertkampf-Aufführung vom TSV Borgfeld und eine Aikido-Show von ,Aikidojo Bremen‘“, so Sprecherin Wille. Bei einer Tattoo-Show stellt die Tattoo-Künstlerin Sezuki, die in Bremen lebt und arbeitet, mit einigen Models ihre Tätowierkünste vor und berichtet über die Geschichte von Tattoos in Japan.

Besucher können sich in Origami und Kalligrafie versuchen

Darüber hinaus können die Besucher in verschiedenen Workshops Kalligrafie, ihre ersten Worte in japanischer Sprache und die Kunst des Faltens – mit Papier (Origami) oder einem Tuch (Furoshiki) – lernen. Der japanische Markt bietet unter anderem Kimonos, Ikebana-Zubehör, handgeschmiedete Messer, Räucherwerk und Fächer. Einblicke in die neue Sonderausstellung bekommen die Besucher bei Kurzführungen durch „Cool Japan“.

Große Abenteuer in Gröpelingen

„Große Abenteuer klitzekleiner Leute“ kommen jetzt im Atelierhaus „Roter Hahn“ (Gröpelinger Heerstraße 226) ganz groß raus – und zwar bei einer „Miniverse“-Fotoausstellung von Ulrich Graf-Nottrodt. 365 Tage, 365 Ideen, 365 Fotos – unter diesem Motto fotografierte der Bremer Grafikdesigner und Künstler ein Jahr lang jeden Tag Modellbahnfiguren im Maßstab von 1:87 in witzigen, nachdenklichen und skurrilen Szenen und erschuf so seine eigenen Miniaturwelten. Der Projektname „Miniverse“ setzt sich zusammen aus „Miniatur“ und „Universe“ (Universum).

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 29. November, um 19 Uhr eröffnet. Sie dauert bis zum 31. Januar 2018. Die Öffnungszeiten: montags bis freitags 9 bis 18 Uhr.

Graf-Nottrodts berufliche Entwicklung ist nach eigener Aussage von zwei wesentlichen Polen geprägt – von der Werbegrafik als „Standbein“ und von der Kunst als „Spielbein“. „Die Kunst ist mein Begleiter – mich kreativ auszudrücken, einer Idee Form zu verleihen, ist eine ständige und sehr willkommene Herausforderung für mich“, erzählt Graf-Nottrodt, der sich neben der Fotografie auch intensiv mit Holzbildhauerei beschäftigt. Und in seinem „Miniverse“ Sportler Wattestäbchen stemmen lässt. . .

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