Neubau für 1,2 Millionen Euro

Tropengefühl in der Botanika Bremen

Pflanzen und eine Besucherin im Tropenhaus.
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Grüne Aussicht: Mehr als 200 Pflanzenarten schmücken das Innere des neuen Schmetterlingshauses.

Schmetterlinge flattern durch die Lüfte und kleine Menschenaffen schwingen sich von Ast zu Ast. Das Tropenhaus der Botanika ist am Mittwoch eingeweiht worden. 

Bremen – Ein neues Zuhause für geflügelte Insekten, „Knuppy“ und Co: Das Bremer Wissenschaftscenter Botanika im Rhododendronpark hat am Mittwoch sein Schmetterlingshaus mit dazugehörigem Affengehege offiziell eröffnet. Das rund 750 Quadratmeter große Areal wurde seit Sommer 2020 komplett umgestaltet. Rund 1,2 Millionen Euro investierte das grüne Science-Center in den Umbau, der es möglich mache, zu jeder Jahreszeit die „Botschafter der Vielfalt“ zu erleben.

Als hätten sie es geahnt, posierten die vier Weißhandgibbons, seit 2016 in der Botanika untergebracht, für die Fotografen und Kamerateams an der meterhohen Glasfront. Genüsslich wanderten ein paar Früchte ins Maul, dann folgten akrobatische Sprünge von Ast zu Ast. Ein großer Tag nicht nur für das Wissenschaftscenter, sondern auch für „Knuppy“, „Yuna“, „Wody“ und „Jupp“. Für die Affen war es ein Umzug in ein völlig neu kreiertes Gehege samt Außenbereich. Und auch die Schmetterlinge, knapp 1 000 insgesamt, werden sich wohl gefreut haben. Nur eben im Stillen – mit Flügelschlag und der Präsentation ihrer knalligen Farbenpracht.

60 bis 70 Arten können die Besucher zukünftig bestaunen, die meisten von ihnen stammen aus Mittel- und Südamerika, Asien und Afrika, sagte Botanika-Sprecherin Sylvia Schuchardt, Mit dabei unter anderem: Bananen- und Himmelfalter, Zebrafalter und andere. Manche klein und zierlich, andere so groß wie eine Handfläche. Mal glänzend, mal matt, mal bunt, mal mit ausgefallenen Mustern. Mindestens 25 Grad herrschen im neu angelegten Haus, je nach äußeren Bedingungen können es gut und gerne auch mal werden, sagte Schuchardt. Hinzu kommen rund 80 Prozent Luftfeuchtigkeit. Tropengefühl im hohen Norden.

Bunte Bewohner: Etwa 60 bis 70 Schmetterlingsarten finden sich im neuen Tropenhaus.

80 Prozent Luftfeuchtigkeit

Und mithilfe des energieeffizienten Foliendachs, das automatisch die Wärme im Gebäude regelt, hätten es die Insekten auch das ganze Jahr über schön warm, was letztlich auch den Besuchern zugutekomme, die die Schmetterlinge und die schätzungsweise 200 bis 300 verschiedenen Pflanzenarten somit zu jeder Jahreszeit besuchen können. Nicht zu vergessen: Der im Außenbereich geplante Insektengarten mit Teich und Sitzgelegenheit. All das kostet natürlich. 1,2 Millionen Euro investierte die Botanika, zum Teil von Stiftern wie der Familie Seggel und Sponsoren wie dem Abwasserunternehmen Hansewasser übernommen. Etwa 190 000 Euro kommen von der Stadt Bremen, die damit die Innenausstattung des Schmetterlingshauses sowie die dazugehörige Ausstellung „Vielfalt.Insekten“ finanziert, hieß es.

Stadt schießt 190 000 Euro zu

Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) sagte zur Einweihung, das neue Haus sowie die Ausstellung würden nicht nur für das Thema Insektenschutz sensibilisieren, die Konzeption des Baus vermittle nebenbei auch das Gefühl, in den Tropen zu sein. „Eine sehr gelungene Umsetzung“, so das Fazit Schaefers, die den Schmetterlingen, den „Botschaftern der Vielfalt“, eigens geernteten Honig aus ihrem heimischen Garten mitbrachte.

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