Trauung im Turm

Bald neues Strandleben am Lankenauer Höft in Bremen

So soll es einmal aussehen – lässiges Lounge-Leben in der Strandbar am Lankenauer Höft. Im Mai, so die Planung, beginnt der Betrieb. Im nächsten Jahr wird dann auch ein neues Gebäude errichtet. Visualisierung: BCS-Gruppe
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So soll es einmal aussehen – lässiges Lounge-Leben in der Strandbar am Lankenauer Höft. Im Mai, so die Planung, beginnt der Betrieb. Im nächsten Jahr wird dann auch ein neues Gebäude errichtet. Visualisierung: BCS-Gruppe

Weser, Sand und Freizeitspaß: Das Lankenauer Höft soll zu einer coolen Strand-Oase für Bremer und Butenbremer werden – und das soll in zwei Schritten geschehen. In diesem Frühjahr geht‘s los, Bagger sind schon jetzt im Einsatz.

Bremen – Der charakteristische, weithin sichtbare Turm mit der Radaranlage bleibt. Sonst aber wird alles anders am Lankenauer Höft. Ein neues Ausflugsziel soll hier entstehen. In diesem Jahr geht es erst einmal mit einer großen Strandbar los.

Doch zuvor ist der Abrissbagger da. In diesen Tagen reißt er das flache Gebäude neben dem Turm ab. So haben es die Catering-Spezialisten der BCS-Gruppe – Geschäftsführer: Theo Bührmann und Jasper Kelkenberg – entschieden, die nun auf dem Areal aktiv sind. Sie planen die Wiederbelebung und Neu-Nutzung des Lankenauer Höfts in zwei Schritten.

Lankenau. . . der Name weckt bei älteren Bremern (und nicht nur bei ihnen) Erinnerungen. Lankenau war ein weit über Bremen hinaus bekanntes Dorf. Das lag am Zeltplatz, der in den 50er Jahren ein internationales Publikum an die Weser lockte – viele Campingurlauber kamen aus Skandinavien.

Abriss auf der Landzunge

Das Dorf Lankenau verschwand Anfang der 60er Jahre, als Bremen – vor der Container-Revolution – seine Hafenanlagen vergrößerte und den Neustädter Hafen baute. 300 Bewohner Seehausens und Lankenaus wurden zwangsumgesiedelt. Der Hafen ging ab 1964 in Betrieb.

Das flache Gebäude neben dem Turm am Lankenauer Höft wird abgerissen.

An Lankenau erinnerte nur noch das Lankenauer Höft. 1969 wurde auf der Landzunge zwischen Weser und Hafeneinfahrt der Radar- und Kontrollturm mit einem Bürotrakt des Hafenamts gebaut. Zehn Jahre später zog ein Restaurant dort ein. Der Betrieb schloss Ende 2016. Und nun also: Abriss.

Und so ein Abriss, der macht Arbeit, sagt Racine Saupe, Projektmanagerin der BCS-Gruppe. „Der Bagger reißt ein. Und dann gehen die Jungs da hin und machen den Rest von Hand.“ Denn alles muss sorgsam getrennt werden – Fenster, Dachpappe, Holzverkleidungen. Mülltrennung im großen Stil.

1 000 Tonnen Sand für den neuen Strand

Als nächstes kommt der Sand. Sand für einen neuen Strand. „Dafür brauchen wir vier oder fünf trockene Tage“, so Saupe. Laster bringen die 1 000 Tonnen Sand, kleine Bagger verteilen ihn dann auf dem 4 000 Quadratmeter großen Areal.

So entsteht – Sandkorn für Sandkorn – eine Strandbar, die als Zwischennutzung für diese Saison gedacht ist. „Wir möchten im Mai öffnen – und dann bis September oder Oktober weitermachen, je nach Wetterlage“, sagt Projektmanagerin Saupe.

Die Strandbar in diesem Sommer, sie ist der erste Schritt der Neu-Nutzung. Pflanzen und Lounge-Möbel werden herbeigeschafft, Container für Sanitäranlagen und Barbetrieb aufgestellt. Der Strand bekommt eine „Familienzone“ mit Piratenschiff zum Klettern und Toben. Und eine „Aktivzone“ unter anderem mit Beachvolleyballfeld. Konzerte soll es auch geben, wenn die Pandemielage es zulässt. „Wenn wir dürfen, sind wir bereit“ – das ist das Motto.

In den Sandstrand-Betrieb investiert das Unternehmen für dieses Jahr 350 000 Euro, so Saupe auf Nachfrage. Auch eine Nutzung des charakteristischen Turms ist geplant. Er soll – in 63 Stufen Höhe – in Kooperation mit dem Standesamt ein Trauzimmer bekommen, heißt es. Wer sich hier in den sprichwörtlichen Hafen der Ehe begibt, der hat tatsächlich: Hafenblick. Frischen Wind und Wesernähe gibt‘s dazu.

Freizeit-Dreieck aus Strandbar, „Pier 2“ und Seebühne

Zu erreichen ist das Lankenauer Höft per Rad über den „Weser-Radweg“, per Auto (B75, Abfahrt Woltmershausen; Parkplätze vorhanden) und mit Bussen der Linie 24. An Wochenenden, so die Planung, sollen die Busse wieder über die Endstation in Rablinghausen bis zum Lankenauer Höft weiterfahren, heißt es. „Es laufen Gespräche darüber, diesen Service auch an Wochentagen anzubieten“, sagt Saupe.

Hier kommt noch anderer Sand hin – und soll die Fläche in einen einladenden Strand verwandeln.

Und zu erreichen ist das Lankenauer Höft natürlich auch per Schiff. Per Fähre! Mit dem „Pier 2“ („Club 100“) und der Seebühne an der „Waterfront“ in Gröpelingen bildet die Strandbar ein Dreieck, das für Freizeit und Vergnügen am Wasser stehen kann.

Und auch in Zukunft stehen soll. Zweiter Schritt der Neu-Nutzung soll ein Neubau nach der Zwischennutzungszeit werden. Die Pläne für ein vom Sandstrand umgebenes Lokal sind in Arbeit, so Saupe. Neben dem Restaurant soll es Eventflächen etwa für Familienfeiern geben – für die Party nach der Turm-Trauung. Bis Sommer oder Herbst 2022 soll alles fertig sein, so die Vorstellung. Eine Vorstellung, zu der auch Hotel-Hausboote etwa für Fahrrad-Touristen auf dem „Weser-Radweg“ gehören, „Tiny Houses“ und Wohnmobilstellplätze. Ein bisschen wie einst auf dem berühmten Campingplatz Lankenau. . .

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