„Eis, Eis, Baby“ mit Ramón Hopman

Aus der Manege auf die Bühne: Der Traum vom Clown

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Schauspieler mit Schwimmutensilien: Ramón Hopman beim Fototermin im Bühnenbild des Packhaus-Hits „Eis, Eis, Baby“.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Nein, er kommt nicht mit roter Nase. Aber dass er Humor hat, das ist gleich zu spüren. Ramón Hopman lacht viel beim Gespräch im Packhaustheater im Schnoor. Der gebürtige Niederländer, 44, ist Schauspieler und Sänger, Comedian und Moderator. Seit 2010 lebt er in Leipzig. Jetzt arbeitet er in Bremen. Am Packhaustheater ist Hopman gegenwärtig als Mr. Wehn im Komödien-Hit „Eis, Eis, Baby“ zu sehen.

Alles begann – mit einem Clown. Hopman: „Mein Vater hat mich mit zum Zirkus genommen, da war ich vier Jahre alt. Und da war ich so begeistert!“ Zu Hause habe er seiner Mutter erklärt: „Ich werde Clown!“

Da gucken die Erwachsenen natürlich, wenn ein Kind so etwas sagt, schmunzeln und denken sich, dass es bloß so ein Kindertraum ist. Hopman aber sagt: „Es stand fest. Es war klar. Ich war fest davon überzeugt.“ Und während bei anderen Kindern die Berufsträume wechseln, blieb Hopman bei seinem Traum vom Clown. Als er zwölf Jahre alt war, wurden seine Eltern deshalb sogar in die Schule gerufen, erzählt der Schauspieler. „Alle fanden das komisch, aber ich war davon überzeugt.“

Er sei ein sehr schüchternes Kind gewesen, so Hopman. „Ich habe gemerkt, wenn ich mich verkleide und ein komisches Gesicht mache, bin ich auf einmal der Coole. Lachen, das finden die Menschen schön.“ Mit 15 hat Hopman als Clown auf Kindergeburtstagen gearbeitet. Später nahm er Kontakt zu Zirkuskünstlern auf. Er wurde selbst Zirkusclown. „So langsam bin ich da reingerollt.“

„Alles, was ich als Kind wollte, habe ich gemacht“

Heute sagt Hopman: „Alles, was ich als Kind wollte, habe ich gemacht.“ Träume erfüllt, sozusagen. Er hat bei weltberühmten Zirkusunternehmen wie Knie gearbeitet. Und beim Circus Roncalli. Hopman war Teil des berühmten Duos „Les Frères Taquins“. Beim renommierten Zirkusfestival von Monte Carlo ist er mit einem Bronze-Clown ausgezeichnet worden – das ist in der Zirkuswelt so etwas wie ein „Oscar“-Gewinn.

Roncalli, das war der letzte der erfüllten Zirkusträume gewesen, sagt Hopman. Er beschloss, den Schwerpunkt auf Musicals, Fernsehrollen und Moderation zu legen. „Man muss aufpassen, dass man nicht anfängt, sich zu wiederholen.“

Jetzt genießt er die Arbeit am Theater. „Im Zirkus war ich immer mein eigener Regisseur. Im Theaterstück musst Du das alles loslassen. Da sagt der Regisseur, was Du machen sollst.“ Hopman findet es „schön“. Man lerne weiter dazu, man sei nicht mehr Einzelkämpfer.

Überhaupt – Manege und Bühne, da gibt es noch mehr Unterschiede. Gerade in so einem vergleichsweise kleinen Raum wie dem Packhaus in Bremen. „Wenn man da nur die Augenbraue hochzieht, sehen das noch die Leute in der hintersten Reihe.“ Das ist schon fast wie bei der Arbeit vor der Kamera. „Da kann man so viel erreichen, weil es so dicht dran ist. Man kann da sehr fein arbeiten.“ Sagt Ramón Hopman. Zieht die Augenbraue hoch. Und lacht.

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