Langjähriger Häfensenator gestorben

Trauer um Oswald Brinkmann

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Oswald Brinkmann ist 87 Jahre alt geworden.

Bremen - Von Thomas Kuzaj. Oswald Brinkmann ist tot. Der SPD-Politiker ist in der Nacht zu Donnerstag im Alter von 87 Jahren gestorben. Der langjährige Senator kannte sich aus in den Häfen und hat deren Entwicklung mitgeprägt.

Brinkmann, 1930 in Barnstorf geboren, machte als junger Mann eine Lehre zum Technischen Zeichner und Maschinenschlosser. Ab 1951 arbeitete er als Kranführer bei der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft (BLG), wo er später Betriebsratschef wurde. Er trat in die SPD ein und wurde 1963 in die Bürgerschaft gewählt. 

Von 1963 bis 1971 saß er in der Deputation für Häfen, Schifffahrt und Verkehr. Dann folgte der Wechsel den Senat. Brinkmann war von Ende 1971 bis Oktober 1987 Senator für Häfen, Schifffahrt und Verkehr. Bis heute ist er damit der am längsten amtierende Häfensenator in der Geschichte Bremens.

Eine Zeit, in der sich Brinkmann „große Verdienste um die wirtschaftliche Selbstständigkeit unseres Bundeslandes erworben“ hat, wie Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) es ausdrückt. In Brinkmanns Amtszeit fiel beispielsweise die erste große Erweiterung des Containerterminals in Bremerhaven.

Aufstieg zum größten Containerhafen Europas

Damit wurde die Seestadt 1983 zum damals größten Containerhafen Europas. Parallel entstand im Kaiserhafen ein Autoterminal der Superlative. Häfensenator Martin Günthner (SPD): „Die Basis für die starke Position, die Bremerhaven im Wettbewerb der europäischen Hafenstädte innehat, ist in Brinkmanns Amtszeit gelegt worden.“

Brinkmann sei „der politische Motor für eine prosperierende bremische Hafen- und Logistikwirtschaft“ gewesen, sagte Bürgerschaftspräsident Christian Weber. Gleichzeitig habe er in den 70er Jahren dafür gesorgt, die konkurrierenden und feindlich gesinnten Hansestädte Hamburg und Bremen zu versöhnen. 

Der Sozialdemokrat weiter: „Brinkmann war Experte für die internationale Seehafenverkehrswirtschaft, er handelte im Interesse einer Freien Hansestadt und patriotisch, aber sein Herz schlug lokal – vor allem für seine Heimat Arbergen.“ Dort habe er vor mehr als 60 Jahren die Kommunalpolitische Arbeitsgemeinschaft Arbergen (KAG) gegründet, die heute noch „ein Impulsgeber für den Ortsteil“ sei.

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