Update: Todesursache bekannt

Trauer im Zoo am Meer: Eisbärenjunge kurz nach Geburt tot 

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Die Freude über den Eisbärennachwuchs war nur von kurzer Dauer.

Bremerhaven - Trauer im Zoo am Meer in Bremerhaven: Die Freude über erneuten Eisbärennachwuchs währte nur kurz. Wenige Stunden nach der Geburt eines Jungtiers am Donnerstag konnte es nur noch tot aus dem Gehege geborgen werden.

Update 13. Dezember: Laut einer Mitteilung des Zoos ist nun die Todesursache der beiden Eisbären-Jungen bekannt. Vermutlich hatte Eisbärin Valeska bei der Geburt des zweiten, weiblichen Jungtiers, das erstgeborene männliche Junge versehentlich getreten. Die dadurch ausgelösten Hirnblutungen führten zum Tod des Tiers. 

Das zweite Junge starb unter der Geburt. Es lag falsch und wurde so bei der Geburt verletzt, zudem geht der Zoo von einem vorzeitigen Riss der Nabelschnur aus. Beide Todesfälle seien „durch eine Verkettung unglücklicher und nicht vorhersehbarer Umstände zu erklären“, meldete der Zoo am Meer.

Wie der Zoo am Meer berichtet, verfolgten die Pfleger am Nachmittag des 6. Dezember die Geburt eines männlichen Jungtiers per Videoüberwachung. Mutter Valeska gebar es im Nebenraum der Wurfhöhle und trug es sofort in die ausgepolsterte Wurfhöhle. Das Junge schrie und war munter.

Ein zweites weibliches Jungtier wurde am Abend tot geboren. Danach wurde das zweite Jungtier auch nicht mehr lebend gesehen. Am Freitagmorgen gelang es den Pflegern, die Mutter Valeska abzutrennen, um die Jungtiere zu suchen und beide tot zu bergen. Die Kadaver werden noch am Freitag in der Tierärztlichen Hochschule Hannover untersucht. Die ersten Ergebnisse werden Anfang nächster Woche erwartet.

Geburten bei Eisbären sind in den Monaten Oktober bis Januar zu erwarten. Zuletzt verließ Eisbärin „Lili“, 2015 von Mutter Valeska in Bremerhaven geboren, im Jahr 2017 den Zoo am Meer in Richtung Zoo Emmen in den Niederlanden, um dort mit ihrer Schwester „Lale“ zu leben.

Berliner Nachwuchs wohlauf

Auch im Berliner Tierpark war kürzlich ein kleiner Eisbär geboren worden. Das sechs Tage alte Jungtier war am Donnerstag wohlauf. Kameraaufnahmen zeigten, wie das Eisbärenbaby schläft, gähnt und sich räkelt. Mutter Tonja kümmere sich „hervorragend“ um das Kleine. Die Jungen aus früheren Würfen starben teils unerwartet nach kurzer Zeit.

jdw/Mit Material der dpa

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