Bremer Landgericht spricht Urteile

Randale in der Nacht der WM-Finales 2014: Trainingskurs und Geldstrafe

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Randale in der WM-Finalnacht: Das Landgericht sprach jetzt die Urteile.

Bremen - Während Tausende von Menschen feierten, zogen mehrere junge Männer beim WM-Finale 2014 randalierend durch Straßen in Vegesack, zerstörten Polizeiwagen, schlugen Passanten und demolierten eine Kneipe. Die Polizei sprach im Juli 2014 „von 30 bis 40 gewalttätigen Randalierern mit Migrationshintergrund“. Zwei Personen wurden verletzt, zwei Streifenwagen und eine Gaststätte beschädigt. Das Landgericht Bremen hat nun die Urteile gegen vier Angeklagte im Alter von 17, 19, 22 und 41 Jahren gesprochen.

Ihnen wurde Landfriedensbruch und Körperverletzung zur Last gelegt. Wie Holger Schröder, Pressesprecher des Landgerichts, mitteilte, wurde ein Jugendlicher zu einem sechsmonatigen Trainingskurs verurteilt, ein anderer Junge muss nach dem Urteil zehn Tage gemeinnützige Arbeit leisten. Ein weiterer Jugendlicher wurde freigesprochen. Gegen den 41-Jährigen verhängte das Gericht eine Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen zu je 25 Euro.

Ursprünglich waren elf Personen angeklagt, drei Anklagen wurden laut Schröder gar nicht erst eröffnet. Drei Personen, gegen die ein Strafverfahren eingeleitet wurde, kamen mit einer Ermahnung davon. Für einen Jugendlichen ordnete das Gericht eine dreimonatige Betreuungsanweisung an. Dabei wird der Junge der Aufsicht eines Betreuungshelfers unterstellt.

Bei den Randalen rund um das WM-Finale 2014 am Vegesacker Bahnhof sollen die Angeklagten aus einer mehr als 30 Personen starken Gruppe unter anderem Scheiben von Streifenwagen zertrümmert und Menschen mit Schlägen und Tritten attackiert haben. Als mehrere Menschen aus Angst in eine Kneipe flüchteten, hätten die Angeklagten mit Pflastersteinen, Tischen und Stühlen die Frontscheibe des Lokals demoliert.

Es dauerte fast drei Jahre, bis das Verfahren eröffnet wurde – und das, obwohl gerade bei Jugendstrafsachen ein Beschleunigungsgebot gilt, der Fall also möglichst schnell bearbeitet werden soll, um erzieherisch auf die Jugendlichen einzuwirken. Dem Vernehmen nach sollen die Ermittlungen sehr umfangreich gewesen und daher viel Zeit in Anspruch genommen haben, weil es viele Verdächtige und Zeugen gegeben habe.

ko

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