Trägerrakete Ariane 5 bringt mit „Gehirn aus Bremen“ 6,7-Tonnen-Satellit ins All

Einzelstart zeigt „hohe Flexibilität“

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Und wieder startet eine Ariane 5 von Kourou ins All.

Bremen/Kourou - Die Trägerrakete Ariane 5 bleibt im Erfolgsorbit. Vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana aus ist jetzt ein Telekommunikationssatellit ins All transportiert worden. Der erste Start des Jahres war zugleich die 70. erfolgreiche Ariane-5-Mission in Folge. Die Oberstufe, also das „Gehirn“ der Trägerrakete, wird bei Airbus Defence and Space in Bremen entwickelt und gebaut.

Mit dem jüngsten Start hat die Trägerrakete den 6,7Tonnen schweren Satelliten Intelsat 29e in den geostationären Transferorbit geflogen. Dafür wurde die Ariane 5 ECA, die üblicherweise zwei Satelliten ins All transportiert, extra umgerüstet. „Das neue Jahr beginnt mit einer Demonstration unserer Anpassungsfähigkeit und hohen Flexibilität“, sagte Alain Charmeau, CEO von Airbus Safran Launchers. Das im Januar 2015 gegründete Gemeinschaftsunternehmen von Airbus Defence and Space und dem französischen Technologiekonzern Safran ist Hauptauftragnehmer für die Ariane 5.

Intelsat 29e ist der erste Sattelit einer neuen Generation, die höhere Datengeschwindigkeiten und Datenmengen erreichen soll. Er wurde vom Technologieunternehmen Intelsat entwickelt, um den Breitbandservice auf dem nord- und südamerikanischem Kontinent zu beschleunigen und das Telekommunikationsnetz zu erweitern. Im Atlantik und in der Karibik soll derSatellit außerdem die Kommunikationssysteme für Luft- und Schifffahrt verbessern, heißt es.

Zurück zur Ariane: Für dieses Jahr sind weitere sieben Starts geplant, darunter ein Ariane-5-Start mit vier Galileo-Satelliten sowie der Start einer Ariane 5 ECA+ mit einer Bruttonutzlast von 10,7 Tonnen.

Derweil ist laut Charmeau auch die Ariane 6 „auf gutem Weg“. Der Entwicklungsvertrag für die neue Trägerrakete mit einem Finanzvolumen von 2,4 Milliarden Euro wurde von Airbus Safran Launchers und der europäischen Weltraumorganisation Esa im August 2015 unterzeichnet. Mittlerweile seien die Auslegung und die industrielle Aufstellung abgeschlossen worden. „Das Herz der Ariane 6 beginnt zu schlagen“, sagt Charmeau.

Bart Reijnen, der Bremer Standortleiter von Airbus Defence and Space, sagt: „Die Ariane 6 ist keine Revolution, sondern eine Evolution, um die Produktionskosten zu senken.“ Laut Charmeau wird die Ariane 6 um die Hälfte günstiger. Zehn bis zwölf Starts werden zukünftig pro Jahr

anvisiert.

je

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