Rennbahn soll Wohnungen weichen

Abschied am Karfreitag: Der letzte Galopp nach 161 Jahren

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Ein letzter Renntag steht am Karfreitag auf dem Galopp-Areal in der Bremer Vahr auf dem Programm. Noch einmal öffnen sich die Startmaschinen. Dann endet eine 161-jährige Tradition in der Hansestadt. 

Bremen - Für die Fans des Galopprennsports eine frohe und zugleich traurige Nachricht: Es gibt in diesem Jahr noch einen Renntag – und zwar am 30.  März. Doch danach ist endgültig Schluss.

„Es ist uns gelungen, den Traditionsrenntag am Karfreitag zu finanzieren, worüber wir uns sehr freuen“, sagt die Präsidentin des Bremer Rennvereins, Tonya Rogge. „Die Umstände sind natürlich äußerst schwierig. Wir wollten aber unbedingt allen Freunden des Bremer Galopprennsports, allen Aktiven und Unterstützern noch einmal die Gelegenheit bieten, einen tollen Renntag mit großem Sport auf unserer traditionsreichen Anlage zu erleben.“ Rogge versprüht noch einen letzten Funken Optimismus: „Dies ändert nichts daran, dass wir weiterhin kämpferisch sind und uns unter gewissen Umständen weitere Veranstaltungen vorstellen können.“

Frank Lenk, Vorstandssprecher des Bremer Rennvereins, hat keine Hoffnung auf weitere Renntage: „Das wird unsere Verabschiedung von dem Rennplatz. Danach wird es keine Rennen mehr geben.“ Und weiter: „Auch der Rennverein hat sich einen würdigen Abschied gewünscht. Jetzt wird die 161-jährige Tradition verabschiedet, wie es sich gehört.“ 

Lenk hofft auf viele Besucher. Und dafür werde man sich beim Rennverein voll ins Zeug legen. „Wir gehen jetzt voll rein in die Planung. Es wird sich lohnen, da hinzukommen.“ Welche Rennteilnehmer kommen werden, stehe aktuell noch nicht fest. Lenk verspricht aber eine hochkarätige Besetzung.

Zukunft des Vereins unklar

Wie es nach dem Verlust der Rennbahn mit dem Verein weitergeht, ist unklar. „Der Rennverein ist nicht abhängig von der Sportstätte. Wir gucken, wie es weitergeht und welche verbindenden Elemente es zwischen den Mitgliedern gibt“, sagt Lenk. Es gebe Ideen für eine Zukunft ohne Rennbahn, davon sei allerdings noch nichts spruchreif. Der Verein werde versuchen, mit der neuen Situation umzugehen.

Wie berichtet, hat Bremen dem Rennverein gekündigt und die Golf-Range für fast vier Millionen aus dem langfristigen Pachtvertrag herausgekauft, um auf dem Areal in der Vahr in den nächsten Jahren rund 1000 Wohnungen zu bauen. Die Golfer werden das Gelände in der Mitte der Rennbahn bis Mitte 2020 verlassen.

mko/gn

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