169 Aussteller präsentieren auf der „Boatfit“ Ausrüstung und Instandsetzung

Tradition und Moderne

Die Messe „Boatfit“ öffnet ihre Pforten von Freitag bis Sonntag. · Archivfoto: dpa
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Die Messe „Boatfit“ öffnet ihre Pforten von Freitag bis Sonntag. · Archivfoto: dpa

Bremen - Von Elisabeth GnuschkeSchnittige Boote, funkelnder Chrom, moderne Technik: Das ist der Stoff, aus dem Bootsliebhaberträume sind. Zu haben ist er von Freitag, 24. Februar, bis Sonntag, 26. Februar, in den Hallen 6 und 7 bei der Messe „Boatfit“.

169 Aussteller präsentieren Farben, Lacke, Ausrüstung – „bis zum Karabinerhaken“, sagte gestern Andrea Rohde, Bereichsleiterin Fachmessen bei der Messe Bremen. Ihren Angaben zufolge ist die „Boatfit“ bundesweit die einzige Messe mit Schwerpunkt Instandsetzung und Renovierung von Klassikern. Auf der Messe zeige sich jedoch auch das Moderne, wie bei Kostja Jäkel von dem in Rellingen ansässigen Unternehmen Furuno zu sehen sein wird. Der Betrieb aus Schleswig-Holstein stellt unter anderem Elektronik für die Schiffsnavigation und -kommunikation her.

An Bord nehme die Technik dem Skipper inzwischen viel ab, sagte Jäkel, „aber er selbst hat das letzte Wort, die Verantwortung an Bord“. Denn wie die Navis im Autos, könne jede Technik auch Fehler haben. Daher sei eine Seekarte an Bord weiter Vorschrift.

Die „Boatfit“ spiegelt laut Rohde beides wider: Tradition und Moderne. Für Tradition steht beispielsweise Peter Meister von der Gilde der Knotenmacher. Weltweit hat sie nach seinen Angaben etwa 1 000 Mitglieder, in Deutschland 40. Die Organisation will unter anderem das Handwerk der Knoten fördern. Der 65-Jährige aus Cuxhaven zeigt den Journalisten, wie er in wenigen Minuten einen Ananasknoten oder eine Affenfaust aus Kunsthanf entstehen lässt. 38 Jahre war der Seebär auf den Weltmeeren unterwegs. Von 70 bis 80 Knoten in der Seefahrt beherrscht er 50. „Angewendet werden heute aber nur noch sieben oder acht“, erzählt er. Peter Meister verkauft die Knoten, zum Beispiel Schlüsselanhänger, zugunsten der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit Sitz in Bremen.

Ein wahrer Klassiker auf der „Boatfit“ wird ein Schärenkreuzer aus Schweden sein. Er wurde vor 100 Jahren gebaut und befindet sich noch im Originalzustand, so Rohde. Besucher der Messe können den Restauratoren beim Schleifen zusehen. Ein Hingucker dürfte die schnittige „Silver Arrow“ von Chris Graft sein. Ende der 50er Jahre gebaut, gibt es von den ursprünglich 92 Booten heute nur noch 35. Mit von der Partie ist wieder Ostsee-Umsegler Bastian Hauck, diesmal mit dem ramponierten Folkeboot „Lillebad“, das einem Refit unterzogen wird. Fortbildungen sind ein anderer Schwerpunkt der Messe. So stehen 140 Vorträge auf dem Programm, es gibt Workshops und auch ein Wetterseminar. In einigen Kursen sind noch Plätze frei. Die „Boatfit“ öffnet vom 24. bis 26. Februar jeweils von 10 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet neun Euro, das Feierabend-Ticket ab 15 Uhr sechs Euro.

http://www.boatfit.de

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