Wetter beschert dem Kajenmarkt eine gute Saison

Touristen immer wichtiger

Sonnenschein und viele Gäste auf dem Kajenmarkt: Marktmeister Thomas Ledwig hat sich ins Getümmel gestürzt. - Foto: Kowalewski

Bremen - Von Martin Kowalewski. Marktmeister Thomas Ledwig vom Veranstalter Großmarkt ist zufrieden mit der 31. Saison des Kajenmarkts. „Das Jahr lief beständig. Wir hatten jedes Mal mehrere tausend Besucher. Wir hatten konstant gutes Wetter und optimale Temperaturen. Im Vorjahr war das mit dem Wetter schwieriger“, sagt er. Am Wochenende ist die Saison mit Sonnenschein zu Ende gegangen.

Die in diesem Jahr geänderten Öffnungszeiten werden 2017 „mit ziemlicher Sicherheit“ beibehalten. „Bis zum vergangenen Jahr hatten wir von 10 bis 16 Uhr geöffnet, in diesem Jahr von 11 bis 18 Uhr. Das erwies sich als besser“, sagt Ledwig. „Um 10 Uhr war noch nicht viel los. Die längere Öffnungszeit kommt gut an. Die Besucher flanieren noch ein bisschen in den Abend.“

Schulschiff „Alexander von Humboldt“ kommt 

In der nächsten Saison wird die Schlachte und mit ihr auch der Kajenmarkt um eine Attraktion reicher sein. Das alte Schulschiff „Alexander von Humboldt“ kommt im Oktober aus dem Europahafen in die City. Neben dem Liegeplatz des „Pannekoekschips“ wird bereits die Anlegestelle vorbereitet. „Die ,Alex‘ wird sicher weitere Besucher anziehen“, sagt Ledwig. Das betrifft sicher besonders eine Besuchergruppe, die in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat: die Touristen. „Die Städtetouristen aus Deutschland, aber auch Besucher aus dem europäischen Ausland, spielen mittlerweile eine ganz wichtige Rolle, so der mann vom Großmarkt. „Das liegt auch an den vielen Fluglinien, die Bremen anfliegen“, sagt Ledwig. Statistische Analysen zu den Besuchern gibt es allerdings nicht.

Die Vermietungspraxis wird weiter beibehalten. „Die meisten Schausteller kommen gleich die ganze Saison. Das ist zum Beispiel bei den Anbietern von Essen und Trinken so. Wenn Urlaubszeit ist oder ein Schausteller mal krank ist, vermieten wie die Fläche an Springer“, erklärt Ledwig. „Das sind dann Schmuckhändler oder Händler, die Geduldsspiele oder auch Stempel verkaufen. Das hat eigentlich fast immer gereicht.“

Stammgast  „Bremer Shanty-Chor“

Ein beliebter Stammgast auf dem Kajenmarkt ist der seit 1978 bestehende „Bremer Shanty-Chor“. Der Vorsitzende mag die Auftritte auf dem Markt wegen des Publikums. „Viele bleiben bei uns stehen, es singen auch einige Zuschauer engagiert mit“, sagt er. „Wie sonst auch, singen wir hier echte Shantys, Arbeiterlieder der Seefahrer. Wir romantisieren nichts.“

Bereits seit zehn Jahren hat Mustafa Ünlü einen Stand auf dem Kajennmarkt. Das Produkt ist für Bremer Verhältnisse etwas speziell: bayerische Bretzel. „Die Kundschaft hier besteht meist aus Älteren und Touristen“, sagt Ünlü, einer der Daueranbieter auf dem Markt. Die Nachfrage sei gut.

Elisa Scholz aus Bremen hat ein paar Freunde von auswärts an eine Essbude gebracht. „Wir sind erst durch die Stadt gegangen, und ich habe ihnen die Sehenswürdigkeiten gezeigt. Jetzt sind wir hier, denn hier ist viel los, und es gibt viele Stände mit Essen“, sagt Scholz.

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