Mehrere zehntausend Besucher

„Die Toten Hosen“ rocken die Bürgerweide: An Tagen wie diesen

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Campino in seinem Element: Am Mikro vergisst der Frontmann der „Toten Hosen“ alles um sich herum.

Bremen - Von Steffen Koller. Was lange währt, wird endlich gut: Nachdem „Die Toten Hosen“ das ursprünglich für Mitte Juni angekündigte Konzert in Bremen absagen mussten, rockten die Düsseldorfer am Sonnabend nun endlich die Bürgerweide. Und wie! Mehrere zehntausend Besucher gerieten in wahre Ekstase – auch, weil die „Hosen“ trotz 37-jährigem Bestehen schlicht nicht verlernt haben, ihr Publikum bestens zu unterhalten.

Es ist, als würde sich ein Kreis schließen. Vor mehr als 36  Jahren, im April 1982, gaben „Die Toten Hosen“ ihr allererstes Konzert im Bremer „Schlachthof“. Beides gibt es heute noch. Die „Hosen“ und den „Schlachthof“. Und beides hat für ein gewisses Publikum bis heute nicht an Reiz verloren. Da passt es gut, dass die Band auf der Bürgerweide einen direkten Blick auf ihre Premierenbühne hat. Ob sie vielleicht genau deshalb von der ersten Sekunde an Vollgas geben? Eher nicht. Es liegt wohl in der Natur der Düsseldorfer um Sänger Campino – und auch daran, dass sie ihr Publikum so lange haben warten lassen. Ursprünglich war das Konzert der Tour „Laune der Natur“ für Mitte Juni geplant. Ein Hörsturz des Frontmannes warf die Pläne über den Haufen, doch am Sonnabend will sich das Quintett „doppelt Mühe“ geben, wie Campino nach den ersten Songs verspricht. Es kommt genauso.

Schweißgebadet läuft Campino von einer Seite der Bühne zur nächsten – das erste Lied erntet da gerade seinen Applaus. Sein breites Grinsen sieht man bereits aus großer Entfernung und man stellt sich die Frage, ob er oder das Publikum mehr Vorfreude auf den Abend hat. Eine Saite der Gitarre angestimmt, die Bass Drum nur kurz angetippt – und schon rastet das Publikum vollkommen aus. Für manch einen zu heftig. Bereits nach den ersten Songs müssen Sicherheitskräfte augenscheinlich verletzte Menschen aus der Menge ziehen. Doch wer das eine will, muss das andere mögen.

Vollgas auch im Publikum: Da hatten die Sicherheitskräfte ganz ordentlich zu tun. - Foto: Koller

Vielleicht haben manche auch damit gerechnet, dass die „Hosen“ auf ihre alten Tage langsam und bedächtig werden. Nix da. Volles Rohr voraus. Gerade Open Air merkt man den Musikern an, dass sie Spaß haben, dass sie wollen. Campino sagt nach etwa einer halben Stunde: „Unter freiem Himmel ist es doch am besten. Ich kann Eure Gesichter sehen – und ich sehe, wenn Ihr anderen wieder aufhelft.“ Ende der Durchsage.

Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ in Bremen

Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
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Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller
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Comeback der Extraklasse: „Die Toten Hosen“ haben am Sonnabend vor mehreren Zehntausend Besuchern auf der Bremer Bürgerweide ihr Nachhol-Konzert gegeben. Trotz 37-jährigem Bestehen haben die Musiker nicht verlernt, ihr Publikum bestens zu unterhalten. © Mediengruppe Kreiszeitung / Steffen Koller

Kein Gerede, ein Song jagt den anderen. Neue Lieder wie „An Tagen wie diesen“, „Wannsee“, „Europa“ wechseln sich ab mit Songs aus Zeiten, in den die „Hosen“ noch mehr Punk waren, aber nicht weniger Message in ihren Liedern sendeten. „Hier kommt Alex“, „Sascha“, der „Aufrechte Deutsche“ oder „Bonnie & Clyde“ kommen hinzu, eine Prise „Paradies“ obendrauf und mit „Alles aus Liebe“ fein abgeschmeckt – fertig ist ein Leckerbissen deutscher Musikgeschichte. Geht man nach den mehreren zehntausend Fans, dann sind die „Hosen“ eh „die geilste Band der Welt“. Dass in dieser Aussage durchaus Wahrheiten stecken können, zeigen die Düsseldorfer eindrucksvoll. Geradeaus, ohne Schnörkel, einfach gute Unterhaltung. Was so ein Debüt-Auftritt im Bremer „Schlachthof“ doch alles bewirken kann.

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