Heidi Armbruster und Fred Ollerdissen von Domeyer sind „Bremer Unternehmer 2019“

„Total von den Socken“

Strahlende Gewinner: Die beiden Geschäftsführer der Domeyer GmbH, Dr. Heidi Armbruster-Domeyer und Fred Ollerdissen, sind die „Unternehmer des Jahres 2019“. Foto: KOLLER

Bremen - Von Steffen Koller. Ohne sie würden Feuerwehren und Rettungsdienste alt aussehen: Die Macher der Firma Domeyer GmbH sind am Mittwochabend von der Sparkasse Bremen als „Bremer Unternehmer 2019“ ausgezeichnet worden. Die Geschäftsführer Dr. Heidi Armbruster und Fred Ollerdissen zeigten sich bei der Ehrung „total von den Socken“.

Den Gründerpreis gewann „Plan Blue“. Auch einen Sonderpreis gab es in diesem Jahr. Er ging an das Start-up „Cellumation“.

Egal, ob es brennt oder Menschen in kürzester Zeit gerettet werden müssen, die Firma Domeyer aus der Überseestadt ist immer Teil dieser Aktionen. Nicht direkt, dennoch indirekt – und dazu äußerst wichtig. Das Familienunternehmen in vierter Generation, das mittlerweile auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblickt, stellt komplette Ausrüstungen für Feuerwehren, Rettungsdienste, aber auch für Gewerbe- und Industriebetriebe her. Atemschutz, Feuerlöschgeräte, Atemluftkompressoren, Tauchausrüstungen – zum Portfolio des Unternehmens gehören viele tausend Komponenten. Zudem ist die Firma führend bei der Errichtung von Brandmeldeanlagen.

Neben dem riesigen Sortiment überzeugten die Jury aber vor allem „Nachhaltigkeit“, „langfristige Strategien“, „Visionen“ und „Bodenständigkeit“, sagte Michael Kleine von den Familienunternehmern. Die Firma Domeyer sei so der „ideale Kandidat“ für die Auszeichnung gewesen, ergänzte er.

Nina Hankiewicz-Brandes („Die Jungunternehmer“) strich vor allem heraus, dass die Firma „das Prinzip des Familienunternehmens lebt“, eine „moderne und kooperative Geschäftsleitung“ aufweise und darüberhinaus „nicht ausschließlich profitorientiert“ agiere. Das mache Domeyer zum „Leuchtturm der Familienunternehmen“.

1919, direkt nach Ende des Ersten Weltkrieges, gründete Albert Dietrich Domeyer im Alter von 30 Jahren den heutigen Dienstleister. Mittlerweile beschäftigt die Firma 60 Mitarbeiter. Und auch wenn sich Domeyer in den vergangenen Jahrzehnten zu den „Top 5“ der Welt entwickelt habe, so Heiko Staroßom, Vorstandsmitglied bei der Sparkasse Bremen, sei man „total von den Socken“ gewesen, erinnerte sich Geschäftsführerin Heidi Armbruster-Domeyer an den entscheidenden Anruf.

Ebenfalls in diesem Jahr wieder ausgezeichnet: Jungunternehmen. Der Gründerpreis ging dieses Mal an „Plan Blue“. Die Bremer Firma entwickelt sogenannte Hyperspektralkameras, mit denen Meeresböden Millimeter für Millimeter gescannt werden können. Mit dem daraus entstandenen Bildmaterial lassen sich zum einen Umweltzerstörungen im Detail analysieren, aber auch die idealen Orte für beispielsweise Häfen finden, sagte Geschäftsführer Joost den Haan.

Sonderpreis-Träger dieses Jahr: die Firma „Cellumation“, die mit der Fördertechnik „Celluveyor“ das Logistikwesen „revolutionieren“ will, so Geschäftsführer Hendrik Tramer. Insbesondere dort, wo viele kleine Pakete von einem Ort zum anderen gebracht werden müssten, komme die Technik zur Anwendung – beispielweise bei Online-Versandhändlern.

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