Toter Hundewelpe

Tollwut-Ausbruch in Bremen: Land setzt Krisenteams ein

Labrador-Welpe Neville schaut in die Kamera.
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Der mit Tollwut infizierter Welpe ist in einer Tierklinik verstorben. (Symbolbild)

Bei einem Welpen in Bremen ist Tollwut festgestellt worden. Wie es heißt, soll das Tier ursprünglich aus dem Ausland stammen. Das Land setzt Krisenteams ein.

Bremen – In Bremen ist es zu einem Ausbruch von Tollwut gekommen. Wie das Gesundheitsressort des Landes Bremen erst am Montag, 13. September 2021, mitteilte, wurde der Fall bereits am vergangenen Freitag, 10. September 2021, dem zuständigen Veterinärdienst gemeldet.

Bei dem betroffenen Tier handelt es sich um einen Hundewelpen, der am Vortag in einer Tierklinik im niedersächsischen Umland verstorben sein soll. Ein erster Schnelltest auf Tollwut bei dem Tier fiel am Freitag positiv aus, Ergebnisse der vorgeschriebenen amtlichen Bestätigungsuntersuchung stehen noch aus.

Tollwut-Ausbruch in Bremen: Tier soll illegal aus Süd-Ost-Europa nach Bremen gebracht worden sein

Laut einer Pressemitteilung des Gesundheitsressorts soll das Tier bereits am Donnerstag, 2. September 2021, durch eine Bremer Familie illegal aus Süd-Ost-Europa nach Bremen* gebracht worden sein. Nach bisherigen Erkenntnissen bestanden weder bei der Einfuhr, noch in Bremen Kontakte zu weiteren Tieren. Im Rahmen der Feststellung möglicher Kontaktpersonen zum Welpen durch das Gesundheitsamt Bremen ergaben sich sowohl Kontakte im familiären Umfeld, als auch in einer Bremer Tierarztpraxis.

Außerdem gab es Kontakte in einer niedersächsischen Tierklinik, in der das Tier verstarb. Die Ermittlung der Kontaktpersonen wurde bereits eingeleitet.

Das Gesundheitsressort hat inzwischen über die Ärztekammer Bremen und die Kassenärztliche Vereinigung Bremen alle niedergelassenen Ärzte über den Fall in Kenntnis gesetzt. Außerdem werden Kliniken und die Notfallärzte informiert und auf die mögliche Versorgung von Patienten mit Tollwut vorbereitet.

Darüber hinaus sollen Krisenteams einberufen werden, um das weitere Vorgehen innerhalb der Stadt abzustimmen. Sowohl im Gesundheitsressort, als auch im Gesundheitsamt Bremen wurden entsprechende Gruppen eingerichtet. Das Gesundheitsamt Bremen hat darüber hinaus bereits mit dem Bernhard-Nocht-Institut sowie mit dem Robert-Koch-Institut Kontakt aufgenommen, um den weiteren Umgang mit den Kontaktpersonen abzustimmen.

Tollwut-Ausbruch in Bremen: „Gefährdung außerhalb des engen Umfelds des Welpen besteht nicht.“

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard schließt eine Infektion im engen Umfeld des Welpen nicht aus, entwarnt aber gleichzeitig: „Bislang liegen keine positiven Tollwut-Befunde bei Kontaktpersonen vor. Wir können nicht ausschließen, dass es auch Ansteckungen im engen Umfeld des Welpen gab. Deshalb bereiten wir uns jetzt darauf vor, solche Fälle sofort zu erkennen und auch zu behandeln. Wichtig ist aber, dass das Tollwutvirus zwar ansteckend ist, aber nur schwer von Mensch zu Mensch übertragen wird. Eine Gefährdung außerhalb des engen Umfelds des Welpen besteht dementsprechend nicht.“

Bei einer Infektion mit Tollwut wird bei Menschen das Nervensystem angegriffen. Bei den ersten Krankheitssymptomen ist es meist schon zu spät, um noch etwas zu tun. Ohne eine entsprechende Impfung verläuft die Tollwut laut Robert-Koch-Institut (RKI) fast immer tödlich. Der letzte in Deutschland bekannte Tollwutfall trat laut RKI im Februar 2006 bei einem Fuchs auf. Eigentlich gilt Deutschland seit 2008 als tollwutfrei, einzig bei Fledermäusen soll die Tollwut noch vorkommen*. Letztmalig bei einem Menschen wurde die Tollwut im Jahr 2007 in Deutschland festgestellt. * kreiszeitung.de, merkur.de und bw24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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