Fachmesse „Fish international“ bietet kulinarische Genüsse, 300 Aussteller und neue Trends

Tigergarnele trifft Seeteufel

Das Auge isst mit: Die Kühltheken der Fischhändler sind Anlaufpunkte auf der Fachmesse „Fish international“ in den Bremer Messehallen.

Bremen - Von Jörg Esser · Fisch ist beliebt. Und landet immer häufiger auf den Tellern der Deutschen. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Meeresfrüchten ist 2009 erneut angestiegen – um ein Pfund auf 16 Kilo. Das sagte der Geschäftsführer des Fisch-Informationszentrums in Hamburg, Matthias Keller, gestern auf der Fachmesse „Fish international“ in Bremen.

Der Konsum steigt, die Messeveranstalter aber spüren durchaus die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Branche. Sichtbar wird das in Zahlen: Zur zwölften Auflage der gestern eröffneten „Fish international“ sind rund 300 Aussteller aus 27  Nationen in die Hansestadt gekommen. Zwei Jahre zuvor waren es noch 400 Aussteller aus 40 Nationen. Nach Angaben einer Messe-Sprecherin sind unter anderem Spanien, Griechenland und die Türkei diesmal nicht in Bremen vertreten. „Das reißt Lücken.“

Die „Fish international“ will innovative Entwicklungen aufspüren und neue Impulse setzen. Ein Trend: Die Nachfrage nach Produkten aus nachhaltigem Fischfang steigt. „Immer mehr Konsumenten wollen wissen, woher der Fisch kommt, den sie verspeisen“, sagt Keller.

17,4 Kilo schwer ist dieser Seeteufel. Vom Fischfleisch werden zehn Leute satt, heißt es.

Nachhaltigkeit ist darum auch der Themenschwerpunkt der Fischmesse. „Mit unserem Programm bieten wir ein Forum, über alle Aspekte der Nachhaltigkeit aufzuklären und die Problematik in die Branche hinein und über die Händler wieder hinaus zum Kunden zu tragen“, sagt Messe-Chef Hans Peter Schneider. Keller ergänzt: „Der Verbraucher allein ist überfordert, er muss sich auf seinen Fischhändler verlassen können.“

Auf den 15 000 Quadratmetern Aussstellungsflächen in den Messehallen 5 bis 7 tummelten sich gestern zahllose Fach- und Einzelhändler. Darum auch sei ein Start der „Fish“ an einem Sonntag ideal, heißt es. Geboten werden Einblicke in neue Produkte und innovative Technologien. Reinigungsroboter sind zu sehen, Greifwerkzeuge, Kühlfahrzeuge, Bandsägen, Verpackungsanlagen. Plakatsysteme für Preisschilder.

Und natürlich ganz viel Fisch. Klassiker wie Lachs, Forelle, Krabben. Matjes in allen Variationen. Mondfisch aus Neuseeland. Schwertfisch. Eismeergarnelen, Lobster, Felsenaustern, Tigergarnelen sowie mächtige Seeteufel. Ein 17,4 Kilo schweres Exemplar liegt beispielsweise am Stand des North Atlantic Seafood Forums (NASF) im Eis. Einzeln gefangen. Nachhaltig sozusagen. Von dem Koloss bleiben maximal 20 Prozent für den Verzehr über. „Zehn Leute werden davon satt“, sagt Stefan Stuch vom NASF.

Die Fischbranche ist kreativ. Sie setzt auf ungewöhnliche kulinarische Genüsse. So werden Fischpralinen mit Honig und Mandeln und Heringsröllchen in Zimt-Weintraubensauce zum Probieren gereicht.

Die Fachmesse „Fish international“ ist auch heute und morgen jeweils von 10 bis 18   Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 38 Euro.

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