Fundament für Gebäudeanbau bei der Bremer Shakespeare-Company gelegt

Tief in die Erde gebohrt

Der Pfahlbohrer bohrt Betonpfähle zwölf Meter tief in die Erde.
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Der Pfahlbohrer bohrt Betonpfähle zwölf Meter tief in die Erde.

Bremen - Von Nina SeegersDas Gebiet hinter der Bühne der Bremer Shakes-peare-Company (BSC) ist zur Zeit eine große Baustelle: Hinter den hohen Bauzäunen arbeiten Bagger, Betonmischer und eine riesige sogenannte Pfahlbohrmaschine auf Hochtouren, damit hier der neue Gebäudeanbau errichtet werden kann.

Seit gestern sind Bauarbeiter dabei, das Fundament für den neuen Anbau zu legen. Damit das neue Gebäude ausreichend stabil ist, werden zunächst etwa zwölf Meter lange Betonpfeiler mit dem großen Pfahlbohrer tief in die Erde hineingebohrt. „Der Boden in Bremen ist sehr sandig und bei einer geringen Tiefe nicht tragfähig, deshalb müssen die Betonpfähle so tief in die Erde hinein“, erklärt Florian Fedderke vom Architektenbüro „Gruppeomp Architekten“.

Entstehen soll hier bald ein neuer Bühnenturm, der für eine bessere Bühnenbeleuchtung sorgen wird, sowie Räumlichkeiten für Garderobe, Werkstätten, und Haustechnik. Alle anderen Räume der BSC werden erhalten bleiben, aber grundlegend saniert. Das Foyer wird beispielsweise ein wenig vergrößert, bekommt einen neuen Boden und einen neuen Anstrich. „Wir möchten diesen Schulaula-Charakter beseitigen“, sagt Vorstandsmitglied der BSC, Peter Lüchinger. Geschäftsführerin Renate Heitmann ergänzt: „Es soll möglichst alles aus einem Guss sein.“ Die „Gruppeomp Architekten“ haben dazu schon Entwürfe angefertigt, wie der Eingangsbereich des Theaters am Leibnizplatz in Zukunft aussehen könnte: ein weißer Boden, helle Wände und goldene Decken. Auf den Bildern sieht das schon einmal sehr schick aus.

Am Freitag sollen die Bohrarbeiten der zwölf Meter langen Betonpfähle abgeschlossen sein, danach können die Arbeiten am Rohbau beginnen. „Erst wird das Fundament auf die Pfähle gesetzt, darauf kommt anschließend eine Sohlplatte, und dann können die Wände für das Erdgeschoss errichtet werden“, so Florian Fedderke. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Anbau etwa Ende Mai fertiggestellt sein.

Seit vergangenen Oktober ist das Ensemble der BSC übergangsweise im Concordia-Theater untergebracht. „Unsere Aufführungen dort werden von unserem Publikum sehr gut angenommen“, freut sich Peter Lüchinger.

Grund für die Umbau- und Sanierungsarbeiten des Theaters am Leibnizplatz waren diverse Sicherheitsmängel. Die Kosten werden hierfür rund 3,9 Millionen Euro betragen, wovon den größten Teil der Gebäudeeigentümer, Immobilien Bremen, übernimmt. 1,1 Millionen Euro steuert das Kulturressort bei, und die BSC übernimmt selbst einen Anteil von 250 000 Euro.

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