Spenden erwünscht

Theater Bremen sucht Teppiche

Teppiche, viele Teppiche: Szene aus dem Sezen-Aksu-Liederabend „Istanbul“.
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Teppiche, viele Teppiche: Szene aus dem Sezen-Aksu-Liederabend „Istanbul“.

Bremen – Der Frühjahrsputz steht an, das große Aufräumen. Aufräumen? Ausräumen! Denn zuweilen fällt der Blick auf das eine oder andere Utensil, das im Trubel des Alltags schon lange nicht mehr richtig wahrgenommen worden ist. Das vielleicht auch abgenutzt und abgetragen ist durch eben diesen Alltagstrubel. Nun kommt die Wahrheit ans helle Frühjahrslicht, erbarmungslos und unerbittlich.

Dann heißt es oft kurz und knapp: „Weg damit!“ Weg zum Beispiel mit dem ollen Teppich.

Doch schon taucht die nächste Frage auf. Sie lautet: „Wohin damit?“ Wohin mit einem gebrauchten und einst womöglich auch geliebten Teppich?

Ins Theater zum Beispiel. Denn gerade bietet sich eine günstige Gelegenheit, eine sehr günstige sogar, die kommt sicher so schnell nicht wieder: Das Theater Bremen braucht alte Teppiche. Nicht für die Intendanz, nein: für die Bühne. So ein oft betretener Teppich bekommt damit die Chance, auf seine alten Tage nochmal so richtig durchzustarten, sprich: selbst aufzutreten und Karriere zu machen. Bühnenkarriere!

Bühnenkarriere mit Gebrauchsspuren

Das Theater sucht ausrangierte persische und türkische Teppiche, sagt Theatersprecherin Diana König. Denn Teppiche bilden praktisch das Bühnenbild des Liederabends „Istanbul“ , der sich um die türkische Sängerin und Komponistin Sezen Aksu dreht. Und um Themen wie Heimat und Auswanderung. Und um die Suche nach dem Glück.

Doch erst einmal: Suche nach dem Teppich. 89 Mal ist „Istanbul“ am Goetheplatz im Kleinen Haus auf die Bühne gekommen, das hat die bisher benutzten Teppiche doch ganz schön beansprucht. Um nicht zu sagen: verschlissen. Und damit ist ihre Bühnenkarriere beendet, neue (und zugleich alte) Teppiche müssen her. Denn „Istanbul“ soll wieder auf die Bühne kommen. Charaktervolle Gebrauchsspuren dürfen die Teppiche zeigen, bühnentauglich sollten sie aber auch noch sein.

Ach, und auch zweite Produktion – das autobiographische Musiktheaterprojekt „Ich bin Carmen. . .“ – braucht für das Bühnenbild einige Teppiche. Jetzt also sucht die Dekorations-Abteilung des Theaters Bremen nach Spenden. „Alle, die sich von einem alten Schätzchen verabschieden möchten und ihm aber noch ein zweites, glamouröses Bühnenleben gönnen, können sich gern mit Foto, Größenangabe und Abholadresse bei der Technischen Direktion melden“, heißt es. Die Adresse: pr@theaterbremen.de, die auch hier zu finden ist.

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