Großübung in der Nacht zum Freitag

Terrorübung am Bremer Hauptbahnhof: Mehr als 1.000 Polizisten trainieren für den Ernstfall

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Am Bremer Hauptbahnhof findet am Donnerstag eine große Anti-Terrorübung statt.

Der Bremer Hauptbahnhof ist Schauplatz einer großen Anti-Terrorübung der Bundes- und Bremer Landespolizei in der Nacht von Donnerstag auf Freitag.

Bremen - Fahrgäste müssen sich am Bremer Hauptbahnhof in der Nacht zum Freitag auf Platzpatronenschüsse und Böllerkrachen einstellen. Aber: es ist nur eine Übung

Mehr als 1.000 Beamte der Bundes- und der Bremer Landespolizei sind in der Nacht zum Freitag an einer Großübung im Bremer Hauptbahnhof beteiligt. Dort werden vom 22 Uhr bis 4 Uhr verschiedene Terroranschlagsszenarien nachgestellt und entsprechende Einsatzstrategien trainiert. 

Terrorübung in Bremen: Teile des Hauptbahnhofs gesperrt

Für die Übung werden Teile des Bahnhofs gesperrt. Das Gebäude bleibt aber für Passanten durchquerbar. Auch der Zugang zu allen Zügen ist frei. Der Zugverkehr werde nicht beeinträchtigt, sagte eine Bahn-Sprecherin. 

Die Übung hat nichts mit einer Bedrohungslage in der Hansestadt zu tun. „Es ist eine Folgeübung an Großstadtbahnhöfen, die auch schon in Hannover, Stuttgart und Berlin durchgeführt wurde“, sagte der Sprecher der Bundespolizeiinspektion Bremen, Holger Jureczko.

Mehr als 1000 Polizeibeamte bei Übung beteiligt

Mit der Übung sollen die Abläufe und die Koordination zwischen den einzelnen Einsatzebenen und -beteiligten getestet und trainiert werden. Von den rund 1000 Beamten kommt etwa je die Hälfte von der Bundes- beziehungsweise Landespolizei. 

Im Fokus stehen „das Vorgehen gegen terroristische Täter sowie die Rettung und Versorgung Verletzter im Zusammenspiel der zahlreichen Akteure in einer komplexen und lebensbedrohlichen Einsatzlage unter realistischen Bedingungen“, hieß es.

Bremer Hauptbahnhof: Platzpatronen und Explosionen

Tausende Platzpatronenschüsse und heftige Böllerexplosionen werden zu hören sein. Sichtschutzzäune werden aufgestellt. Dahinter irren als Verletzte geschminkte Statisten schreiend umher - diese Aufgabe fällt Polizeischülern zu, berichtet kreiszeitung.de*.

Polizei: Fahrgäste nicht in Gefahr

Damit Fahrgäste nach dem Halt in Bremen nicht vor Schreck wieder in den Zug steigen und weiterfahren, erfolgen schon im Zug Durchsagen, die auf die laufende Polizeiübung aufmerksam machen. 

Es besteht keine Gefahr“, lautet der zentrale Satz der Durchsagen. Die Polizei verteilte zudem in den umliegenden Hotels Flugblätter, um auf die Übung hinzuweisen.

dpa

Weitere Nachrichten aus Bremen:

In Bremen ist eine Wasserleiche gefunden worden. Bei einem Verkehrsunfall in Bremen-Blumenthal ist eine 15-Jährige schwer verletzt worden.

*kreiszeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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