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Tempo 30 in Bremen: Verkehrssenatorin Schaefer fordert rasche Umsetzung

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Von: Johannes Nuß

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Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) will Kommunen mehr Spielraum bei der Verkehrslenkung geben. In Bremen will man nun überall Tempo 30 einführen.

Bremen/Berlin – Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte den Vorstoß in der vergangenen Woche gewagt: In Zukunft sollen die Kommunen in Deutschland mehr Mitspracherecht bei der Verkehrslenkung haben. Besonders in den Fokus rückt dabei das vielerorts immer wieder geforderte „Tempo 30“ für deutsche Innenstädte. Während die Politik in Niedersachsen derzeit noch die Forderung danach blockiert, will das Verkehrsressort im kleinsten Bundesland Bremen rund um Senatorin Maike Schaefer (Grüne) bald endlich Nägel mit Köpfen machen. Bremen wäre sehr gern Modellkommune beim Tempo 30, hieß es vergangene Woche während Sitzung der Verkehrs- und Baudeputation.

Stadt in Deutschland:Bremen
Fläche:318,21 Quadratkilometer
Einwohner:566.573 (Stand: 31. Dezember 2020)
Vorwahl:0421
Regierungschef:Andreas Bovenschulte (SPD)
zuständige Verkehrssenatorin:Maike Schaefer (Grüne)

Denn, geht es nach dem Willen von Senatorin Schaefer, könnte Tempo 30 in der Bremer Innenstadt schon bald kommen. Das berichtet der in Bremen erscheinende „Weser-Kurier“. Wie es in dem Bericht heißt, müssten dann einzelne Zonen und Straßen nicht mehr extra mit den dazugehörigen Schildern ausgewiesen werden.

Tempo 30 in Bremen gefordert: Als Ausnahme soll auf großen Ausfallstraßen 50 km/h erlaubt sein

Doch Tempo 30 soll nicht überall gelten: Ausnahmen sind die grüßen Ausfallstraßen. Dort soll nach dem Willen des Verkehrsressort auch weiterhin eine Fahrt mit 50 Kilometern in der Stunde erlaubt sein.

 Um ein Verkehrsschild, das Tempo 30 anzeigt, wachsen Rosen, daneben montiert die Bremer Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne).
Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) will, dass überall in der Bremer Innenstadt Tempo 30 gilt. (kreiszeitung.de-Montage) ©  Arno Burgi/dpa & Carmen Jaspersen/dpa

 „Die Initiative von Bundesverkehrsminister Wissing geht in die richtige Richtung“, zitiert der Weser-Kurier Senatorin Schaefer. Dennoch plädierte Schaefer dafür – wie dies auch viele andere Städte in Deutschland tun – nicht nur die Möglichkeit zur Einführung von Tempo 30 zu schaffen, sondern dafür, dass diese Geschwindigkeit als Regelgeschwindigkeit innerorts immer gelte. Tempo 30 in Innenstädten fordern einer Umfrage zufolge auch bereits die Hälfte der deutschen Bundesbürger*.

Tempo 30 in Bremen: Geschwindigkeitsbeschränkung soll Aufenthaltsqualität für Menschen steigern

Derzeit gilt innerhalb geschlossener Ortschaften in Deutschland generell eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometer in der Stunde. Auf Ausfallstraßen würde dies auch weiterhin gelten, so die Senatorin.

Aus Sicht von Schaefer schränke die Geschwindigkeitsbeschränkung den Verkehr in der Innenstadt nicht ein, vielmehr würde die Aufenthaltsqualität für die Menschen gesteigert. Darüber hinaus würde so auch ein Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet, so die Senatorin gegenüber dem Weser-Kurier mit Blick auf Fußgänger und Radfahrer. Auch würde sich der Verkehrslärm verringern und die Schadstoffe in der Luft würden weniger.

Auch Hamburg sagt dem Autolärm in der Stadt den Kampf an: In 85 Hauptstraßen sollen Tempo-30-Zonen kommen. Bis 2024 sollen die restlichen 65 Straßen folgen, berichtet 24hamburg.de*. * kreiszeitung.de, merkur.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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